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Instagram streicht nach Nutzer-Aufstand Regeländerungen
dpa
New York. Der zu Facebook gehörende Fotodienst Instagram hat nach einem Nutzer-Aufstand umstrittene Regeländerungen fallengelassen. Die neuen Passagen zu Werbeplänen wurden komplett gestrichen.
Der Sturm der Empörung, nachdem neue Regeln den Eindruck erweckten, die neue Tochter Instagram könnte Bilder der Mitglieder verkaufen, zwingt die Unternehmen, zweifelhafte Regeln zu streichen. Foto: Rolf Vennenbernd Foto: DPA
Anstelle jetzt von den Nutzern Genehmigungen für noch nicht entwickelte Werbedienste einzuholen, werde man erst die Pläne bis zum Schluss durchdenken und dann konkrete Vorschläge machen, kündigte Mitgründer Kevin Systrom am späten Donnerstag an. Er bekräftigte erneut, dass Instagram keine Nutzerfotos verkaufen wolle.
Sehr weitreichend formulierte neue Regeln hatten bei Nutzern die Sorge geweckt, ihre Bilder könnten von Instagram verkauft oder ohne ihre Zustimmung für Werbekampagnen zur Verfügung gestellt werden. Das sei aber eine Fehlinterpretation wegen missverständlicher Formulierungen gewesen, hatte Systrom diese Woche nach erster Kritik erklärt und Nachbesserungen angekündigt. Die angepassten neuen Regeln sollen nun am 19. Januar in Kraft treten.
Die Nutzungsbedingungen sehen nun - wie bisher - vor, dass auf der Plattform Werbung angezeigt werden kann, auch in Verknüpfung mit Inhalten der Nutzer. Die neuen Formulierungen gingen allerdings deutlich weiter und erweckten den Eindruck, dass Bilder und andere Daten auch in Werbekampagnen verwendet werden könnten. Instagram zufolge sei dies allerdings nicht geplant gewesen. Am Freitag veröffentlichte Instagram auch eine neue Version der iPhone-App mit einem zusätzlichen Farbfilter.
Die von Facebook übernommene Plattform ist mit mindestens 100 Millionen Nutzern einer der populärsten Fotodienste im Netz. Instagram richtete sich beim Start 2010 an iPhone-Nutzer und bot ihnen eine einfache Bedienung und eine Auswahl an Farbfiltern. Als Facebook im Frühjahr eine Milliarde Dollar für Instagram bot, hatte der Dienst 30 Millionen Nutzer. Eine App für das Google-Betriebssystem Android beschleunigte das Wachstum noch weiter.
Artikel vom 21.12.2012
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