Dell-Übernahme muss binnen neun Monaten stehen

Round Rock.  Bei der 24-Milliarden-Dollar schweren Übernahme des US-Computerbauers Dell können sich die Beteiligten nicht allzu viel Zeit lassen. Die Parteien haben sich eine Frist bis zum 5. November gesetzt, bis zu der das Geschäft abgeschlossen sein muss.

Danach sind weder das Unternehmen noch das Käuferkonsortium aus Firmengründer Michael Dell und dem Finanzinvestor Silver Lake mehr an die Vereinbarung gebunden.

Dieses Datum geht aus Börsenunterlagen hervor, die am späten Mittwoch veröffentlicht wurden. Hier steht auch, dass der Computerkonzern dem Konsortium 180 Millionen Dollar zahlen muss, wenn ein alternativer Bieter innerhalb der Frist bevorzugt werden sollte. Bläst Dell die Übernahme aus anderen Gründen ab, werden sogar 450 Millionen Dollar fällig. Umgekehrt muss das Käuferkonsortium bis zu 750 Millionen Dollar zahlen, wenn das Geschäft aus bestimmten Gründen platzt.

Michael Dell hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er das von ihm gegründete Unternehmen zurückkaufen und anschließend von der Börse nehmen will. Dell ist die Nummer drei der Computerbauer weltweit und leidet unter einem schrumpfenden PC-Markt. Abseits der Börse könnte ein bereits angestoßener Umbau schneller vonstattengehen, da Michael Dell keine Rücksicht auf andere Aktionäre nehmen müsste.

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