Schüsse aus Luftdruckwaffe?

Scheiben an Linienbus beschädigt

Koblenz.  In Koblenz ist nach derzeitigem Stand der Ermittlungen zum zweiten Mal binnen weniger Wochen auf einen Linienbus geschossen worden. Die Scheiben des am Montagabend betroffenen Busses seien sehr wahrscheinlich von Geschossen einer Druckluftwaffe beschädigt worden, teilte die Polizei am Dienstag mit.
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung untersucht am Dienstag in einer Werkstatthalle der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-Aktiengesellschaft (KEVAG) in Koblenz Spuren an einem Linienbus, der nach Angaben der Polizei vermutlich mit einer Luftdruckwaffe beschossen wurde.
							Foto: dpa
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung untersucht am Dienstag in einer Werkstatthalle der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-Aktiengesellschaft (KEVAG) in Koblenz Spuren an einem Linienbus, der nach Angaben der Polizei vermutlich mit einer Luftdruckwaffe beschossen wurde. Foto: dpa

Das habe eine Untersuchung von Kriminaltechnikern ergeben. Der Bus war bei dem Vorfall gegen 20 Uhr mit rund 20 Fahrgästen besetzt. Insgesamt wurden den Angaben zufolge drei Scheiben beschädigt, es drang aber kein Geschoss ins Innere. In einem Fall wurde eine äußere Scheibe zwar durchschlagen, das Geschoss aber von der inneren Scheibe gestoppt. Menschen wurden nicht verletzt, der Schaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt.

Aufnahmen der Videoüberwachung in dem Bus zeigen nach Angaben der Polizei, dass Fahrgäste plötzlich einen dumpfen Schlag bemerkten. Daraufhin hielt der Busfahrer an, stieg aus und untersuchte das Fahrzeug. Zunächst habe er aber keinen Schaden entdeckt und sei weitergefahren. Erst bei der Fahrt in den Betriebshof seien dann Teile der hinteren Türscheibe aus dem Rahmen gefallen.

Bereits Ende November war in Koblenz mit einer Druckluftpistole auf einen Bus geschossen worden. Ein 18-Jähriger hatte sich später bei der Polizei gestellt und erklärt, er habe auf freiem Feld die Pistole testen und ein Verkehrsschild treffen wollen. Einen Zusammenhang zwischen den Fällen sieht die Polizei derzeit nicht.

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