Mülheim

Polizei räumte Trödelmarkt wegen anonymer Bombendrohung

Mülheim.  Nach einer anonymen Bombendrohung hat die Polizei einen Trödelmarkt in Mülheim an der Ruhr mit 10 000 Besuchern geräumt. Anschließend suchten Polizeihunde am Sonntag nach dem angeblichen Sprengsatz, fanden aber nichts.
Polizisten stehen in Mülheim an der Ruhr vor einem wegen einer Bombendrohung evakuierten Einkaufszentrum. Foto: ap

Der Trödelmarkt fand am Rhein-Ruhr-Zentrum, einem Einkaufszentrum, statt. Sowohl die Innenräume als auch die Plätze draußen seien evakuiert worden, teilte die Polizei in Essen mit.

Der Anrufer hatte sich am Sonntag beim Verfassungsschutz gemeldet und behauptet, an dem Einkaufszentrum seien zwei Kofferbomben abgestellt worden. Die Polizei forderte daraufhin die Besucher des Trödelmarkts über Lautsprecher auf, das Gelände zu verlassen. Als Grund nannte sie einen "technischen Defekt", um eine Panik zu verhindern. "Das ist auch gelungen. Die Räumung gelang zügig, und eine Panik ist nicht aufgekommen", sagte der Polizeisprecher.

Gegen den Anrufer wird nun unter anderem wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat ermittelt. Außerdem drohen ihm, falls er erwischt wird, Schadenersatzforderungen der Veranstalter des Trödelmarkts, und die Behörden könnten die Kosten des Polizeieinsatzes geltend machen.

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