- Home
- Bonn
- Region
- News
- Sport
- Familie
- Wetter
- Verkehr
- Freizeit
- Anzeigen
- Abo
- Dialog
Am Ufer der Seine
Millionen-Bau für die Romantik in Paris
Von unserer Korrespondentin Birgit Holzer
PARIS. Bisher führen vierspurige Schnellstraßen am Seine-Ufer entlang. Der Bürgermeister will das ändern.
So ruhig wie in der Computer-Animation soll es demnächst am Seine-Ufer zugehen. Foto: Apor/J-C Choblet
Es könnte so romantisch sein: An den Ufern der Seine entlang zu flanieren, vorbei an den Freiluft-Buchhändlern, die hier ihre Ware anbieten, fröhliches Vogelgezwitscher im Ohr. Doch der Singsang wird übertönt von Motorenlärm, Gehupe, Bremsgeräuschen. Zwar hat die Unesco die Fluss-Quais von Paris in ihre Weltkulturerbe-Liste aufgenommen - sie sind aber ungefähr so romantisch wie ein Autobahn-Parkplatz.
Auf beiden Seiten des Flusses führen jeweils vierspurige Schnellstraßen entlang, die zu den Hauptverkehrsadern der Stadt zählen.
Das soll sich radikal ändern. Nachdem bereits der Stadtrat von Paris seinem Herzens-Projekt zugestimmt hat, das aus den Seine-Quais eine enorme Baustelle machen und sie völlig umgestalten wird, hat auch Premierminister Jean-Marc Ayrault, Delanoës Parteifreund, die Blockade seines konservativen Vorgängers François Fillon aufgehoben.
"Ab Frühjahr 2013 werden auf mehr als vier Hektar neue Gelegenheiten für Spaziergänge und Vergnügungen angeboten", erklärt der triumphierende Bürgermeister. Auf der linken Seite, zwischen Eiffelturm und Musée d`Orsay, wird eine 2,3 Kilometer lange Strecke dauerhaft für den Verkehr gesperrt, so wie es momentan schon an Sonn- und Feiertagen praktiziert wird: Dann gehören die Straßen den Spaziergängern, Rad- und Rollschuhfahrern.
Entlang des rechten Ufers soll mittels weiterer Ampeln, Fußgänger-Überwegen und schmalerer Fahrbahnen das Fahren so unangenehm wie möglich gemacht werden.
Unumstritten sind die Umbauarbeiten allerdings nicht. Während sie vor allem für Touristen und alle nicht motorisierten Besucher und Bewohner eine gute Nachricht bedeuten, fürchten Autofahrer und die im Stadtrat oppositionelle konservative Partei UMP eine Verschärfung der ohnehin vorhandenen Verkehrsprobleme in der Stadt.
UMP-Chef Jean-François Lamour beklagt die hohen Kosten der Umbauarbeiten, die sich ihm zufolge auf mindestens 40 Millionen Euro belaufen dürften - "und das bei der momentan angespannten finanziellen Situation der Stadt". Sie sind es Delanoë allerdings wert, der Paris endlich zu der romantischen Stadt machen will, für die sie alle Welt hält.
Artikel vom 17.07.2012
Leserfavoriten
- Unfall in Wachtberg 86-Jährige fährt gegen Mauer - schwer verletzt
- Fahranfänger war betrunken 19-Jähriger beachtete Anhaltezeichen nicht
- Windkraft im Siebengebirge Neue Fakten, alter Zwist
- Königswinter Vorfahrt missachtet: Kradfahrer schwer verletzt
- Tötungsdelikt Zweiter Haftbefehl nach Leichenfund in Köln
- Papst Franziskus Hat sich Jorge Mario Bergoglio als Exorzist betätigt?
- Wissenschaftler aus aller Welt 300 Forscher verabschieden Bonner Wasser-Deklaration
- Joachim Gauck Bundespräsident feiert mit afrikanischen Gästen
- GA-Interview Karl-Josef Laumann: "Das Armutsrisiko wächst"
- Franko-Algerier Ludovic-Mohamed Zahed Schwul, Muslim und selbstbewusst
- Telekom Baskets Bonn Vertrag mit Mike Koch wird nicht verlängert
- FC Bayern und BVB in finaler Vorbereitung
- Hattrick-Rosberg holt Monaco-Pole - Vettel Dritter
- Telekom Baskets Bonn Saisonabschluss - Chris Ensminger kämpft mit den Tränen
- Fußball-Landesliga Schwächelnder Spitzenreiter SSV Merten empfängt Verfolger Bonner SC


