Literaturpreis-Trägerin

Hilary Mantel kritisiert Kate als "Schaufenster-Puppe"

London.  Die britische Autorin und Literaturpreis-Trägerin Hilary Mantel hat Prinz Williams Ehefrau Kate als "Schaufenster-Puppe" ohne Persönlichkeit kritisiert. Kate scheine wie lackiert zu sein, mit einem perfekten Plastik-Lächeln, sagte Mantel bei einer Vorlesung vor zwei Wochen, die über die Medien erst jetzt einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde.
Die Kombo zeigt die britische Schriftstellerin Hilary Mantel (l, Archivfoto vom 5.10.2009) und Catherine Herzogin von Cambridge (Aufnahme vom 19.2.2013). Mantel hat Prinz Williams Ehefrau Kate als 'Schaufenster-Puppe' ohne Persönlichkeit kritisiert. Foto: dpa

Mantel hatte sich in der Vorlesung mit dem Schicksal von Frauen an königlichen Höfen und ihrer Rolle in der Öffentlichkeit befasst hatte. "Sie erscheint wie Präzisionsarbeit, von einer Maschine gemacht. So anders als Diana, deren menschliche Besonderheit und emotionale Unkontrolliertheit sich in jeder ihrer Gesten zeigte", wird Mantel unter anderem im "Guardian" zitiert.

"Kate scheint für ihre Rolle als Prinzessin ausgewählt worden zu sein, weil sie tadellos ist: unglaublich dünn, ohne Eigenarten, ohne Kuriositäten, ohne das Risiko, dass sie Charakter zeigt", fügte die Autorin an.

Mantel hatte vor drei Wochen für ihr neuestes Buch "Bring up the Bodies" den Costa-Literaturpreis erhalten. Zuvor hatte sie für den Roman bereits den Booker-Preis bekommen. Ein Sprecher der Autorin sagte dem "Daily Telegraph", dass die Vorlesung nicht als Kritik, sondern "mitfühlend" gedacht gewesen sei, da die Autorin über königliche Frauen als Opfer ihres Dilemmas gesprochen habe.

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