Fünf sichere Anzeichen für den Frühlingsanfang

Der Frühling kommt mit Riesenschritten

Die Sonne ist da, die ersten Frühblüher kämpfen sich durch die Schneedecke: Der Frühling kommt mit Riesenschritten - und macht Busfahrer zu Piloten.
Der Frühling ist da. Foto: Markus Elbin

Für die Meteorologen ist schon seit ein paar Tagen Frühling - und zumindest bis Mittwoch spielt jetzt auch noch das Wetter mit. Wer's nicht glaubt, sollte sich überzeugen lassen. Fünf sichere Anzeichen für den gefühlten Frühlingsanfang:

  • Auf einmal sind die Fenster schmutzig: Für die trüben Wintertage war der Zustand der Fenster völlig ausreichend. Aber die ersten Sonnenstrahlen machen den Schmutzfilm jetzt gnadenlos sichtbar. Hier helfen Putzmittel und - nach dem Lesen - die Tageszeitung - die wischt streifenfrei.
     
  • Busfahrer tragen wieder Sonnenbrille: Im Frühling wird der Busfahrer mit einer zeitlosen Fliegerbrille zumindest optisch zum Piloten. Aber auch Bauarbeitern oder den Männern von der Müllabfuhr verleihen dunkle Gläser einen Hauch von Harley Davidson. Das merken auch die Brillenläden: "Sobald die Sonne rausblitzt, kaufen viele Kunden eine neue Sonnenbrille", sagt Ann-Kristin Beutel vom Berliner Optiker Brillant. Und wie ist der Styling-Trend? "Wie in den vergangenen Jahren: groß und rund."
     
  • Schoko-Osterhasen im Regal: Lebkuchen und Spekulatius müssen endgültig weichen. Jetzt übernehmen die Schoko-Osterhasen das Kommando im Supermarktregal. Auch fruchtiges Wassereis kann langsam wieder aus der Tiefkühltruhe hervorgewühlt werden.
     
  • Kein "November Rain" mehr im Radio: Die Radiosender krempeln zwar nicht mit den ersten Sonnenstrahlen ihr komplettes Programm um, aber kleine Frühlingsänderungen gibt es schon. "Wenn die Sonne scheint spielen wir natürlich nicht mehr 'November Rain'", sagt NDR 2 Musikchef Fred Schoenagel. Klassische Frühlings-Songs gebe es allerdings nicht. Bei Antenne Bayern wird etwas schnellere, und vor allem mehr Musik gespielt, sagt Geschäftsführerin und Programmdirektorin Valerie Weber: "Umso unruhiger und hibbeliger die Hörer werden, umso besser ist es, als Radiosender einfach mal die Klappe zu halten und die Beats sprechen zu lassen."
     
  • Es wird lyrisch: Kaum eine Jahreszeit fordert Dichter und Poeten so heraus wie der Frühling. Der Klassiker ist Eduard Mörikes "Er ist's" mit den berühmten ersten ersten Worten: "Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte". Noch versonnener wird es mit dem libanesisch-amerikanischen Dichter Khalil Gibran: "Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters", heißt es in einem seiner Aphorismen. Douglas Adams ("Per Anhalter durch die Galaxis") sieht das Ganze etwas nüchterner: "Der Frühling wird überbewertet", stellt er in "Einmal Rupert und zurück" fest. Geschmackssache.
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