- Home
- Bonn
- Region
- News
- Sport
- Familie
- Wetter
- Verkehr
- Freizeit
- Anzeigen
- Abo
- Dialog
Oberarzt im Visier
Baby nahezu erblindet - Buchstabe fehlte
dpa
Wuppertal. Im Skandal um verätzte Augen frühgeborener Babys in einer Wuppertaler Klinik sind die Ermittlungen gegen einen Oberarzt ausgeweitet worden. Vor vier Monaten waren drei Babys ein falsch dosiertes Medikament in die Augen geträufelt worden.
Der Mediziner soll nicht nur für die tausendfach überhöhte Dosierung des Medikaments verantwortlich sein, sondern auch ein Rezept manipuliert haben, um seinen Fehler zu vertuschen. Gegen ihn werde nun nicht nur wegen fahrlässiger Körperverletzung, sondern auch wegen Urkundenfälschung und falscher Verdächtigung ermittelt, bestätigte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Donnerstag Medienberichte.
Der Fall hatte im vergangenen Februar für Aufsehen gesorgt. Während zwei der Babys wohl ohne bleibende Schäden davonkamen, ist der kleine Linus aus Solingen nahezu erblindet. Eine Augenärztin habe das Rezept für die frühgeborenen Babys ausgestellt und an den Oberarzt gefaxt, so der Staatsanwalt.
Um es an die Apotheke weiterzuleiten, habe der Oberarzt die Angaben abgetippt und in seiner Email für die Abkürzung von Milligramm (Mg) den Ermittlungen zufolge den Buchstaben "M" vergessen. Dadurch sei eine tausendfach überhöhte Dosis eines Trägerstoffs von der Apotheke zusammengemischt und den Frühchen in die Augen geträufelt worden.
Nachträglich soll der Oberarzt das Original-Fax mit dem Rezept aus den Akten entfernt und durch eine manipulierte Kopie ersetzt haben, auf der der Buchstabe "M" ebenfalls fehlte. Dadurch sei die Schuld fälschlich auf die Augenärztin gelenkt worden, die das Rezept verordnet habe.
Kriminaltechniker hätten das Dokument inzwischen eindeutig als Fälschung entlarvt. Für den Oberarzt gelte derzeit weiterhin die Unschuldsvermutung, er sei nicht beurlaubt, so ein Kliniksprecher. Der Betroffene Mediziner war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Artikel vom 21.06.2012
Leserfavoriten
- Bonner Süßwarenhersteller verklagt Haribo soll für Biss in steiniges Fruchtgummi zahlen
- Trend-Getränk Wer wird der Nachfolger von Hugo?
- Versuchter Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof DNA-Spuren führen zu inhaftiertem militanten Islamist
- Telefonzellen in Bonn Deutsche Telekom will 93 Geräte abbauen
- Verkehrsunfall in Beuel Handynutzerin beim Überqueren der Straße von Auto erfasst
- Kreis Ahrweiler Messie-Haus in Niederzissen wird ausgeräumt
- Unfall in Wachtberg-Niederbachem Achtjährige lief auf die Straße - schwer verletzt
- Stadtbahnlinie 66 Angebot an Wochenenden und vor Feiertagen soll verbessert werden
- Geschwindigkeitskontrollen Hier blitzt die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis
- Sankt Augustin Wolken-Strudel: Der kleine Bruder des Tornados
- Umzug von Polen nach Tunesien Fahrer fuhr mit gesamtem Hausrat über die A7
- Wetter Sommer 2013 - Wird er besser als der Frühling?
- Hiobsbotschaft für Badstuber: Zehn Monate Pause - Wohl keine WM
- Eil +++ Dortmund im Champions-League-Finale ohne Götze
- "Frank Sinatra in Jogginghosen" - Razzia bei Bushido
- Pädophilie-Affäre Verteidiger von Daniel Cohn-Bendit bringen sich in Stellung
- "Euro Hawk"-Pleite Der Schaden nach der Bruchlandung
- Umstrittene Deutsche Burschenschaft Spaltung nach dem Rechtsruck möglich
- Internationale Konferenz in Bonn Trinkwasser wird zum knappen Gut
- Kandidaten für die Nachfolge von Joachim Kardinal Meisner Von Ackermann über Bode bis Overbeck
- 1. FC Köln Interne Besetzung des Chefpostens offenbar gescheitert
- Telekom Baskets Bonn Saisonabschluss - Chris Ensminger kämpft mit den Tränen
- Transfer Bonner SC verpflichtet Oliver Cylkowski vom FC Hennef
- SV Allner-Bödingen Abmeldeflut beschäftigt die Sportgerichte
- 1. FC Köln Rätsel um Stanislawskis Motive


