Zyprisches Parlament berät über Rettungsprogramm -

Parlament in Nikosia

Das Parlament in Zyperns Hauptstadt Nikosia. Foto: Filip Singer

22.03.2013 Nikosia. Im Ringen um eine Rettung Zyperns vor dem Staatsbankrott keimt wieder Hoffnung auf.

Das Parlament wollte noch am Freitagabend zur entscheidenden Sitzung zusammenkommen. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen eines regierungsnahen Abgeordneten erfuhr, sollen Geldeinlagen von mehr als 100 000 Euro mit bis zu sieben Prozent belastet werden. Guthaben unter dieser Grenze sollen nicht betroffen sein.

Die Vertreter der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hätten dies mit Staatspräsident Nikos Anastasiades erörtert. Es ist eine der wichtigsten Forderungen der Eurogruppe für weitere Hilfen für die Inselrepublik.

Der zyprische Finanzminister Michalis Sarris bestätigte vor Journalisten, das Thema einer Zwangsabgabe auf Bankguthaben liege klar auf dem Tisch. Am späteren Abend sollte das Parlament über das Rettungspaket beraten und es billigen. Die Debatte über das Rettungsprogramm sollte nach Informationen des staatlichen Rundfunks (RIK) um 19.00 Uhr beginnen. Zuvor wollten sich die Chefs aller Parteien erneut mit Staatspräsident Nikos Anastasiades treffen. (dpa)

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