Astronomische Erklärungen

Was genau passiert eigentlich bei einer Sonnenfinsternis?

Spektakuläre Sonnenfinsternis

(Symbolfoto)

BONN. Experten unterscheiden zwischen der partiellen und der totalen Sonnenfinsternis. Was genau passiert, wenn der Mond seinen Schatten über die Sonne legt und wie häufig solch ein Ereignis betrachtet werden kann, wird durch genauere Erklärungen deutlich.

Jedes Jahr treten mindestens zwei Sonnenfinsternissen auf, dieses Jahr am 20. März und am 13. September 2015. Für das 21. Jahrhundert erwarten Experten ein durchschnittliches Erscheinen von 2,24 Sonnenfinsternissen pro Jahr.

Dabei handelt es sich um partielle Sonnenfinsternissen, der Mond bedeckt die Sonne nur teilweise mit seinem Schatten. Nur ungefähr jede dritte Sonnenfinsternis ist eine totale.

Statistisch gesehen tritt eine totale Sonnenfinsternis nur circa alle 360 Jahre am selben Ort auf. Jedoch müssen die Menschen weltweit durchschnittlich nur etwa 18 Monate auf die nächste völlige Finsternis warten. Auf Grund der heutigen Möglichkeiten, an verschiedene Ort zu reisen und im Voraus den genauen Zeitpunkt bestimmen zu können, können die begeisterten Sonnenfinsternis-Fans an die Ort fahren, an denen die nächste totale Sonnenfinsternis zu erwarten ist. Also müssen die Mitteleuropäer nicht bis 2081 warten, da dann die nächste totale "Schwarze Sonne" vorausgesagt wird. Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis würde in Westeuropa erst 2075 stattfinden.

Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?

Bei einer totalen Finsternis tritt der Mond genau zwischen Erde und Sonne und bedeckt so die Sonnenscheibe vollständig. Der Kernschatten der Mondes fällt dann auf die Erde.

Wenn es jedoch nur zu einer partiellen Sonnenfinsternis kommt, wie es meistens der Fall ist, bedeckt der Mond nur einen Teil der Sonne, so dass die Erde nur in den Halbschatten des Mondes tritt.

Ein anderer seltener Fall is die ringförmige Sonnenfinsternis, bei der der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche gar nicht erreicht. Der Mond befindet sich in diesem Fall zwar genau zwischen Erde und Sonne, bedeckt diese jedoch nur teilweise, da er sich weiter von der Erde entfernt befindet. Dadurch wirkt der Mond kleiner und weist einen geringeren Schatten auf der Sonnenscheibe auf, so dass rund um den Mond herum eine Art "Feuerring" sichtbar bleibt - der Teil der Sonne, der nicht vom Mond verdeckt wird.