Syrien-Einsatz der Bundeswehr

Erste Flugzeuge starteten von Köln-Wahn in die Türkei

Die Luftwaffe ist vom Flughafen Köln-Wahn Richtung Türkei gestartet.

KÖLN-WAHN. Die ersten Flugzeuge des deutschen Kontingents für den Syrien-Einsatz der Bundeswehr sind am Donnerstag zur Nato-Basis Incirlik in der Türkei abgeflogen.

Vom Stützpunkt der Flugbereitschaft der Luftwaffe in Köln-Wahn startete am Vormittag ein Airbus A310 der Luftwaffe, der für die Betankung von Flugzeugen in der Luft ausgerüstet ist. Das Tankflugzeug sollte auf dem Fliegerhost Jagel in Schleswig-Holstein Station machen, um zwei Tornado-Aufklärungs-Kampfflugzeuge abzuholen und auf dem Flug in die Türkei aufzutanken.

Der Befehlshaber der Flugbereitschaft in Köln-Wahn, Oberst Stefan N. aus Bonn, gab zu, die Soldaten seien vor dem Abflug „etwas angespannt“ gewesen. Der Oberst wies auf die „sehr kurze Vorbereitungszeit“ für den Einsatz hin. Erst vor sechs Tagen hatte der Bundestag grünes Licht gegeben für den Einsatz von insgesamt 1200 deutschen Soldaten.

[kein Linktext vorhanden]Verabschiedet wurden die von Köln-Wahn abfliegenden 16 Soldaten von Brigadegeneral Günter Katz mit einer kurzen Zeremonie, für die die Angehörigen der Flugbereitschaft und Familienmitglieder der Soldaten in einer Flugzeughalle antraten. Katz dankte den Soldaten für ihre „Motivation und Einsatzbereitschaft“.

„Der  Einsatz wird nicht ungefährlich“, betonte Katz. Der General zitierte eine Umfrage, nach der 58 Prozent der Bevölkerung die Syrien-Mission der Bundeswehr unterstützten. Es sei ihm wichtig gewesen, die Soldaten persönlich zu verabschieden, sagte der General nach dem Apell.