Amnestie zu Weihnachten

501 Häftlinge in NRW vorzeitig auf freiem Fuß

Wer morgens ausschlafen will, darf nicht ins Gefängnis gehen: Um sechs Uhr ist in den Hafträumen der JVA Rheinbach die Nacht zu Ende, denn der Tag ist ausgefüllt.

Symbolbild.

29.11.2018 Düsseldorf. Die Weihnachtsamnestie schafft Platz in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen: Bereits 501 Strafgefangene sind aus Haftanstalten in NRW vorzeitig entlassen worden, um die bevorstehenden Feiertage mit ihren Familien verbringen zu können.

Alle Jahre wieder lässt die Justiz mit der sogenannten Weihnachtsamnestie Gnade vor Recht ergehen: Mehr als 500 Gefangene konnten den 36 NRW-Gefängnissen bereits vorzeitig den Rücken kehren. Das hat das NRW-Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 631 Gefangene, die im Rahmen der sogenannten Weihnachtsamnestie freigelassen worden waren. Die Regelung gilt für Gefangene, deren Haft ohnehin nur bis zum 6. Januar 2019 gedauert hätte, und die sich hinter Gittern gut geführt haben. Sie müssen allerdings bereits vor dem 14. Oktober inhaftiert gewesen sein. (dpa)