Konflikt mit Nordkorea

Guam gibt Schutz-Tipps für möglichen Atomangriff

US-Bomber vom Typ B-1B Lancer der Einheit 9th Expeditionary Bomb Squadron über der Insel Guam. Im Nordkorea-Konflikt hat sich die Rhetorik auf beiden Seiten seit Tagen hochgeschaukelt.

US-Bomber vom Typ B-1B Lancer der Einheit 9th Expeditionary Bomb Squadron über der Insel Guam. Im Nordkorea-Konflikt hat sich die Rhetorik auf beiden Seiten seit Tagen hochgeschaukelt.

12.08.2017 Washington. Die Verwaltung der Pazifikinsel Guam bereitet ihre Bewohner auf einen möglichen Atomwaffen-Angriff durch Nordkorea vor - mit einem Merkblatt, das an die Zeit des Kalten Kriegs erinnert.

"Legen Sie sich flach auf den Boden und bedecken Sie Ihren Kopf", lautet einer der Tipps der Heimatschutz-Behörde auf dem Außengebiet der USA.

Für den Fall eines Kontakts mit radioaktiven Stoffen heißt es: "Duschen Sie mit sehr viel Seife und Wasser." Allerdings sollten die Inselbewohner keine Haarspülung benutzen, "denn diese bindet radioaktives Material in Ihrem Haar".

Für den Fall eines Atomangriffs am helllichten Tag heißt es: "Sollten Sie im Freien überrascht werden, schauen Sie nicht in den Blitz oder in den Feuerball. Dadurch können Sie erblinden." Stattdessen sei es gut, sofort in Deckung zu gehen - "hinter irgendetwas, das Schutz bietet".

Vorsorglich rufen die Heimatschützer von Guam auch zur Geduld auf: Eventuell sei es bei einem Raketenbeschuss nötig, mindestens 24 Stunden im Haus zu bleiben - "außer, die Behörden ordnen etwas anderes an." (AFP)