Brexit-Abkommen

Britisches Unterhaus stimmt für späteren EU-Austritt

Brexit-Befürworter vor dem Parlament in London vor der Abstimmung über den Brexit-Deal.

Brexit-Befürworter vor dem Parlament in London vor der Abstimmung über den Brexit-Deal.

14.03.2019 London. Eine Mehrheit der Abgeordneten im britischen Unterhaus hat am Donnerstag für eine Verschiebung des EU-Austritts gestimmt. Ein Austritt wie bisher geplant am 29. März schien damit unwahrscheinlich zu werden.

Das britische Parlament hat beschlossen, die Europäische Union um einen späteren Austrittstermin zu bitten. Mit 402 gegen 202 Stimmen entschied das Unterhaus am Donnerstag, mindestens drei Monate mehr Zeit für das Ausscheiden aus der EU anzufragen. Ein Austritt wie bisher geplant am 29. März schien damit unwahrscheinlich zu werden.

Der Antrag verpflichtet Premierministerin Theresa Mays Regierung dazu, bei der EU um einen Aufschub bis zum 30. Juni zu bitten, sollte das Parlament dem Brexit-Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU in der kommenden Woche zustimmen. Der Scheidungsvertrag ist bereits zweimal bei den Abgeordneten durchgefallen. Sollte dies ein drittes Mal geschehen, so die Ansicht der Regierung, wird sich der Brexit deutlich nach hinten verschieben.

Ein Aufschub des Brexits müsste von allen anderen verbleibenden EU-Mitgliedsstaaten gebilligt werden. (dpa)