Englische Sprache

Britischer Abgeordneter scheitert am schottischen Akzent

Die Flagge Schottlands umrahmt von zwei Nationalflaggen Vereinigten Königreichs.

Die Flagge Schottlands umrahmt von zwei Nationalflaggen Vereinigten Königreichs.

London. Es war eine simple Frage, die der Parlamentarierer David Linden seinem Abgeordnetenkollegen Paul Beresford stellt. Dieser musste aber passen. Allerdings nicht, weil er die Antwort nicht kannte.

Englisch ist längst nicht gleich Englisch. Diese leidvolle Erfahrung musste jetzt Paul Beresford machen, seines Zeichens Abgeordneter für die konservative Partei im britischen Parlament. Der 72-Jährige wurde als Vertreter der Regierung von seinem Abgeordnetenkollegen David Linden gefragt, was die Regierung zu tun gedenke, um einige Bereiche des Parlamentsgebäudes barrierefrei zu machen.

Linden, 28 Jahre alt, sitzt für die schottische Regionalpartei SNP im Unterhaus des Vereinigten Königreichs. Und seinem breiten schottischen Akzent war es dann auch geschuldet, dass Beresford die Frage einfach nicht verstand. Das müsse wohl mit seiner neuseeländischen Herkunft zu tun haben, meinte Beresford.

Diese Erklärung und das Gelächter der anderen anwesenden Abgeordneten sind weiterhin über die Mediathek des britischen Parlamentsfernsehens abrufbar – ebenso wie Beresfords dann folgende Bitte an Linden, er möge die Frage doch noch einmal ganz langsam in verständlichem Englisch formulieren.

Ob der junge Mann aus der schottischen Großstadt Glasgow am Ende gar nicht eines allgemein verständlichen Oxford-Englisch mächtig ist oder sein Gegenüber nur bewusst blamieren wollte, ist nicht bekannt. Linden soll dem Vernehmen nach seine Frage letztlich schriftlich formuliert und eingereicht haben.