Prozess in Kambodscha Anführer der Roten Khmer wegen Völkermord verurteilt

Phnom Penh · Ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Gericht in Kambodscha hat am Freitag erstmals zwei Anführer der Roten Khmer wegen Völkermordes an Minderheiten verurteilt.

 Khieu Samphan, ehemaliges Staatsoberhaupt der Roten Khmer, während einer Anhörung vor dem von der UNO unterstützten Kriegsverbrechertribunal in Phnom Penh.

Khieu Samphan, ehemaliges Staatsoberhaupt der Roten Khmer, während einer Anhörung vor dem von der UNO unterstützten Kriegsverbrechertribunal in Phnom Penh.

Foto: Nhet Sok / Extraordinary Chambers In The Courts of Cambodia

Der 92-jährige Nuon Chea und der 87 Jahre alte Khieu Samphan erhielten dafür von dem Gericht in Phnom Penh ihre zweite lebenslange Haftstrafe, nachdem sie schon 2014 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden waren.

Die kommunistischen Roten Khmer unter Diktator Pol Pot hatten von 1975 und 1979 eine blutige Schreckensherrschaft in Kambodscha geführt. In diesen Jahren starben knapp 1,7 Millionen Menschen entweder durch Folter, Hinrichtungen, Zwangsarbeit oder an Hunger.

Kieu Samphan war Staatsoberhaupt von Kambodscha, Nuon Chea war stellvertretender Sekretär der kommunistischen Partei.

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