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NRW-Wahl 2012
Was die Parteien wollen - Umwelt und Energie
Wie positionieren sich CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und Piraten vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen beim Thema Umwelt und Energie?
Wie positionieren die Parteien, die zur Landtagswahl in NRW antreten, beim Thema Umwelt und Energie?
CDU: Die CDU bekennt sich zur Braunkohle und will bestehende Kraftwerke modernisieren. Das derzeit gestoppte Steinkohlekraftwerk Datteln IV soll ans Netz gehen. Für den Ausbau erneuerbarer Energien, den Netzausbau und neue Speichertechnologien sollen planerische Voraussetzungen geschaffen werden. Das von Rot-Grün geplante Landes- Klimaschutzgesetz wird abgelehnt. Naturschutz hat Priorität.
SPD: Keine Castor-Transporte von Jülich ins Atom-Zwischenlager Ahaus. Die SPD betont den Vorrang für den Ausbau erneuerbarer Energien und für mehr Energieeffizienz. "Für eine Übergangszeit" seien konventionelle Kohle-Kraftwerke unverzichtbar. Die Erdgasgewinnung durch das "Fracking" wird abgelehnt, um das Trinkwasser zu schützen. Der Flächenverbrauch soll auf fünf Hektar pro Tag sinken.
Grüne: Castor-Transporte nur noch in Endlager, Ausstieg aus Urananreicherung in Gronau. Die Grünen sind für eine dezentrale Energieversorgung, mehr hocheffiziente Gaskraftwerke und für Kraft- Wärme-Kopplung. Neue Kohlekraftwerke lehnt die Partei ab, sie fordert "mittelfristig" ein Auslaufen der Kohleverbrennung und will den Windenergie-Anteil bis zum Jahr 2020 auf 15 Prozent steigern.
FDP: Moderne Gas- und Kohlekraftwerke sind laut FDP unverzichtbar. Energie muss bezahlbar und sicher bleiben. Die Solarförderung soll an sinkende Anlagenpreise angepasst werden. Großes Potenzial sieht die FDP in der Energieeinsparung, etwa durch Gebäudesanierung. Zusätzliche Auflagen durch ein NRW-Klimaschutzgesetz werden abgelehnt. Das Kraftwerk Datteln soll schnell realisiert werden.
Linke: Die Energiekonzerne in NRW - RWE und E.ON - und die Stromnetze sollen verstaatlicht und die kommunale Energieversorgung ausgebaut werden. Konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien und sofortiger Atomausstieg. Mensch und Natur haben "Vorrang vor Profiterwartungen". Die Linke favorisiert die ökologische Landwirtschaft, um Gewässer zu schonen und Energie zu sparen.
Piraten: Schneller Atomausstieg und Förderung regenerativer Energien. Fracking lehnen die Piraten ab. Sehr wichtig: Dezentralisierung der Energiegewinnung, also viele kleine Anbieter statt wenige große. Strom-, Gas- und Wärmenetze sollen durch die öffentliche Hand reguliert werden. Investitionen in große Kraftwerke, insbesondere Kohlekraftwerke, erscheinen den Piraten nicht geeignet, um die Energiewende zu schaffen.
Artikel vom 05.05.2012
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