Warnstreiks im öffentlichen Dienst ausgeweitet

Berlin.  In mehreren Bundesländern habe Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. Hunderte Mitarbeiter von Landeseinrichtungen und Schulen streikten am Morgen in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.
Die Gewerkschaften fordern für die rund 200 000 angestellten Lehrer unter anderem 6,5 Prozent mehr Gehalt und eine einheitliche Regelung der Gehaltsgruppen. Foto: Lukas Schulze Foto: DPA

Betroffen waren unter anderem Universitäten, Straßenmeistereien, Theater und Gerichte. Der laufende Betrieb blieb in den meisten Einrichtungen jedoch weitgehend unbeeinträchtigt. Zum Auftakt der bundesweiten Warnstreik-Welle waren am Montag in Berlin rund 5000 angestellte Lehrer und Erzieher für mehr Geld auf die Straße gegangen.

Im Raum Hannover und im östlichen Niedersachsen beteiligten sich am Dienstag rund 500 Lehrer und pädagogische Mitarbeiter von Förderschulen am Ausstand. In Baden-Württemberg legten rund 100 Beschäftigte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Arbeit nieder. Auch in Ulm streikten Beschäftigte der Universität, der Hochschule und des Studentenwerks ganztägig. Lehrer in der Region sind ebenfalls zu Protestaktionen aufgerufen.

In Bayern rief die Gewerkschaft Verdi in den Bezirken Augsburg und Bayreuth zu Arbeitsniederlegungen auf. In Oberfranken traten am Morgen die Beschäftigten der Universität Bayreuth und der Straßenmeistereien in den Ausstand. In Augsburg waren Aktionen für den Mittag geplant. Die Bildungsgewerkschaft GEW plante in Sachsen-Anhalt Warnstreiks an Schulen

Hintergrund des Protestes ist die Weigerung der Arbeitgeber, in der aktuellen Tarifrunde für die etwa 800 000 Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder ein Angebot vorzulegen. Die Gewerkschaften verlangen für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld. Die Streikaktionen sollen Druck auf die Länder machen für die nächsten Gespräche am 7. und 8. März in Potsdam.

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