Spannung vor Landtagswahl in Niedersachsen

Hannover.  Schafft es Rot-Grün - oder wird Schwarz-Gelb nach großer Aufholjagd doch wieder bestätigt? Die Landtagswahl in Niedersachsen an diesem Sonntag ist eine der spannendsten seit Jahren.
Am 20.01.2012 finden in Niedersachsen Landtagswahlen statt. Foto: Julian Stratenschulte
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Am 20.01.2012 finden in Niedersachsen Landtagswahlen statt. Foto: Julian Stratenschulte Foto: DPA

In Deutschlands zweitgrößtem Flächenland können rund 6,1 Millionen Menschen entscheiden, ob die CDU/FDP-Regierung von Ministerpräsident David McAllister (CDU) an der Macht bleibt. Diese Koalition regiert Niedersachsen seit zehn Jahren. Die SPD hat aber realistische Chancen, die Wahl zusammen mit den Grünen zu gewinnen. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl.

Rot-Grün und Schwarz-Gelb liefern sich in der jüngsten Umfrage ein Kopf-an-Kopf-Rennen: SPD (33 Prozent) und Grüne (13 Prozent) kommen laut Institut GMS zusammen auf exakt die selben Werte wie CDU (41 Prozent) und FDP (5 Prozent). Den Linken und der Piratenpartei würde der Einzug ins Parlament danach nicht gelingen. 42 Prozent der befragten Bürger waren aber auch noch unentschlossen, für welche Partei sie stimmen wollen - und ob sie überhaupt wählen gehen.

Vor allem das Abschneiden der FDP könnte darüber entscheiden, ob SPD-Herausforderer Stephan Weil (54) Ministerpräsident wird oder sein Kontrahent McAllister (42) an der Macht bleibt. Dieser hatte das Amt des Regierungschefs 2010 von Christian Wulff übernommen, als dieser zum Bundespräsidenten gewählt wurde.

2008 hatte die CDU mit Wulff an der Spitze 42,5 Prozent erreicht und blieb damit trotz großer Verluste stärkste Kraft. Die SPD kam auf 30,1 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent, die Grünen auf 8,0 Prozent. Die Linke schaffte mit 7,1 Prozent erstmals in Niedersachsen den Sprung ins Parlament. Im Landtag sitzen 152 Abgeordnete - 69 für die CDU, 46 für die SPD, 13 für die FDP, 12 Grüne, 11 Linke und eine fraktionslose Politikerin. Zur Landtagswahl treten insgesamt 16 Parteien an, davon 11 mit Landeslisten und 5 nur mit Direktbewerbern. 659 Kandidaten gehen ins Rennen um ein Mandat.

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