Ausschreitungen bei neuen Protesten in Belfast

London/Belfast.  Im Anschluss an weitgehend friedliche Proteste pro-britischer Loyalisten im nordirischen Belfast ist es am Samstagabend erneut zu Ausschreitungen gekommen. Rund 100 wütende Demonstranten griffen die Polizei mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern an.

Das berichtete die Nachrichtenagentur PA. Auch Schüsse sollen gefallen sein. Ein 38-Jähriger sei unter Verdacht des versuchten Mordes festgenommen worden. Man gehe Berichten nach, dass er eine Reihe scharfer Schüsse auf die Sicherheitskräfte abgegeben habe, teilte die Polizei mit. Berichte über Verletzte lagen zunächst aber nicht vor.

Es war bereits die dritte Nacht mit Ausschreitungen in Folge. Die Loyalisten protestieren gegen die Entscheidung der Belfaster Stadtverwaltung, die britische Flagge nicht mehr ständig, sondern nur noch an wenigen Tagen im Jahr auf öffentlichen Gebäuden wehen zu lassen. Sie wollen, dass Nordirland britische Provinz bleibt, und lehnen eine Vereinigung mit der Republik Irland ab.

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