Weltstars rocken für die Opfer von Hurrikan "Sandy"

New York.  Dutzende Weltstars haben in New York für die Opfer des Wirbelsturms "Sandy" gesungen. Rund zwei Milliarden Menschen konnten das Benefizkonzert weltweit mitverfolgen.
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Jon Bon Jovi und Bruce Springsteen rocken für die 'Sandy'-Opfer. Foto: Don Emmert
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Jon Bon Jovi und Bruce Springsteen rocken für die 'Sandy'-Opfer. Foto: Don Emmert Foto: DPA

"Seid ihr bereit für einen großartigen Abend?" begrüßt Bruce Springsteen das Publikum im ausverkauften Madison Square Garden. Mit Schwung und Enthusiasmus eröffnet der Musiker das Benefizkonzert für die Opfer des Hurrikans "Sandy" am Mittwochabend (Ortszeit) in New York. Neben musikalischen Legenden wie Springsteen, Ex-Beatle Paul McCartney und den Rolling Stones führten Musiker wie Chris Martin von Coldplay, Kanye West und Alicia Keys die Fans durch den Abend.

Das nach dem Veranstaltungsdatum "12-12-12" benannte Konzert wurde weltweit von etwa 65 Fernsehsendern übertragen, außerdem waren Dutzende Websites und fast 170 Radiosender live dabei. Die Weltstars verzichteten auf ihre Gage, um den Notleidenden zu helfen.

Zusammen mit James Dolan und Harvey Weinstein hatte John Sykes, der Geschäftsführer des amerikanischen Medienhauses "Clear Channel" das Konzert organisiert, um den Opfern des Wirbelsturms zu helfen. "Musiker sind meist die Ersten weltweit, die versuchen, den Opfern von solchen Katastrophen finanziell zu helfen", sagte Sykes der dpa. "So können wir weltweit so viele Menschen wie möglich aufmerksam machen und hoffentlich auch dazu anspornen, zu spenden", meinte er.

Schon vor dem Konzert wurden 32 Millionen Dollar (24,45 Millionen Euro) mit Ticketverkäufen und Sponsorengeldern eingenommen. Der Erlös geht komplett an die Robin Hood Stiftung New Yorks, die "Sandys" Opfern mit dem hilft, was nun am nötigsten ist: Essen, warme Kleidung und Medikamente.

"Als ich ein kleines Kind war, spielte ich immer an einer Strandpromenade in New Jersey", erzählt Richie Sambora, Gründungsmitglied und Gitarrist der Band Bon Jovi. "Diese Promenade gibt es nun nicht mehr, sie wurde von "Sandy" weggeschwemmt." Bon Jovi wählten für diesen Abend Stücke aus, die Mut machen sollten - "It's My Life" zum Beispiel. "Darin geht es darum, wieder die Kontrolle zu übernehmen", erklärt Sambora. "Kontrolle, die uns seit "Sandy" fehlt."

Zwischen den musikalischen Abschnitten des Abends kamen immer wieder Prominente wie Katie Holmes und Christoph Waltz auf die Bühne, um die Zuschauer zum Spenden zu animieren. Sie stellten Helfer vor wie die freiwillige Feuerwehr in Breezy Point, Queens. Dieser Bezirk wurde besonders hart vom Hurrikan getroffen und war neben den Flutwellen auch noch einem verheerenden Feuer ausgesetzt. "Diese Menschen brauchen eure Hilfe!", sagte Holmes mit Nachdruck.

Nach Auftritten von Eric Clapton, Billy Joel, Roger Waters und der britischen Band The Who beendete Sir Paul McCartney mit einem halbstündigen Set den Abend. Neben Beatles-Klassikern wie "Helter Skelter" und "Blackbird" spielte er auch den Song "My Valentine" aus seinem neuen Album "Kisses On The Bottom". Für das Stück "Set Me Free" gesellten sich noch Ex-Nirvana-Mitglieder Dave Grohl, Krist Novoselic und Pat Smear zu ihm auf die Bühne. Mit "Live And Let Die" endete die hochkarätige Konzertnacht.

Die Zuschauer waren nach dem mehrstündigen Konzert begeistert. "Es war unglaublich", sagte Jennifer Cox aus New Jersey. "Aber jetzt bin ich auch völlig erledigt."

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