Wellington zur Premiere im Hobbit-Fieber

Wellington.  Ausnahmezustand in Wellington: Die neuseeländische Hauptstadt hat sich zur Weltpremiere des neuen Hobbit-Films "Der Hobbit" an diesem Mittwoch in "Mitte der Mittelerde" umbenannt. Und sie ist ganz in die Fantasiewelt der Elfen, Zauberer und Zwerge eingetaucht.
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Martin Freeman als Bilbo Baggins in einer Szene des Kinofilms 'Der Hobbit: Eine unerwartete Reise'. Foto: James Fisher/Warner Bros
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Martin Freeman als Bilbo Baggins in einer Szene des Kinofilms 'Der Hobbit: Eine unerwartete Reise'. Foto: James Fisher/Warner Bros Foto: DPA

Einige der 400 000 Einwohner feiern in Kostümen kräftig mit. Am Dienstag landete eine Boeing der Air New Zealand mit 73 Meter langem Hobbit-Design auf dem Flughafen mit mehreren Stars an Bord. Am Flughafen begrüßt ein überdimensionaler Gollum mit seinen Glubschaugen Besucher, auf einem Kunsthandwerkermarkt in der Stadt zeigen Make-up- und Leder-Spezialisten, wie sie die Filmarbeiten unterstützt haben.

Der rote Teppich wird am Mittwoch vor dem Embassy-Kino ausgerollt und ist 500 Meter lang. 750 Gäste dürfen dort erstmals einen Blick auf den ersten Teil der neuen Trilogie werfen: "Der Hobbit - eine unerwartete Reise". Weitere 1250 sind in einem anderen Kino bei der Weltpremiere dabei. Der Film wird demnächst weltweit auf 25 000 Leinwänden gezeigt - bei uns läuft er am 13. Dezember an.

Zur Premiere kommen unter anderem der Bilbo-Beutlin-Darsteller Martin Freeman, Andy Serkis, der den Herrn des Rings Gollum spielt, und Richard Armitage aus der Rolle als Zwergenchef Thorin Eichenschild. Der Gandalf-Darsteller Sir Ian McKellen fehlt, doch ist sein fast zehn Meter hohes Konterfei über der Fassade des Kinos zu sehen. Die Stadt erwartet zehntausende Hobbit-Fans. Wie bei einer Oscar-Nacht in Hollywood können sie die Stars bei ihrem Teppich-Auftritt auf mehreren großen Leinwänden verfolgen.

Filmisch sind die Hobbit-Filme wahrscheinlich der Abschied aus Mittelerde, sagte Regisseur Sir Peter Jackson Radio Neuseeland: "Ich will nicht nie sagen, aber dies ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass wir in Mittelerde unterwegs sind." Die Nachlassverwalter des Autors seien strikt. "Ich glaube nicht, dass sie einer Fernsehserie zustimmen würden. Wenn nicht irgendetwas Unvorhersagbares passiert, wird es keine Verfilmung von Tolkien-Material mehr geben."

Der zweite Teil der Trilogie soll am 13. Dezember 2013 in die Kinos kommen, der letzte am 18. Juli 2014. Nach Angaben von Jackson wären die Hobbit-Filme beinahe in Schottland und England gedreht worden. Warner Brothers habe dort nach einem Streit mit Schauspielergewerkschaften in Neuseeland schon Orte ausgewählt. Der Disput wurde schließlich beigelegt.

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