Amerikanerin gewinnt Wahl zur Miss Universe

Las Vegas/New York.  Die schönste Frau des Universums ist eine Amerikanerin. Das ist zumindest die Meinung der Preisrichter bei der Wahl zur Miss Universe in Las Vegas.
Die Krone für die Schönste: Olivia Culpo (l) ist die neue Miss Universe. Foto: Darren Decker/Miss Universe Organization
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Die Krone für die Schönste: Olivia Culpo (l) ist die neue Miss Universe. Foto: Darren Decker/Miss Universe Organization Foto: DPA

Die 20-jährige Olivia Culpo aus dem Neuenglandstaat Rhode Island gewann am Mittwochabend (Ortszeit) das Krönchen, nachdem sie 88 andere Kandidatinnen hinter sich gelassen hatte. Die deutsche Teilnehmerin Alicia Endemann, eine 22 Jahre alte Studentin aus Hamburg, war schon lange vorher ausgeschieden.

Trotz des Vorurteils, dass blonde Frauen die besten Chancen haben, gab es in der Runde der letzten fünf nur eine Blondine, nämlich Renae Ayris (22) aus Australien. Die vier anderen Kandidatinnen waren dunkelhaarig: Miss Brazil Gabriela Markus (24), Miss Philippines Janine Tugonon (23), Miss Venezuela Irene Sofiá Esser Quintero (21) und eben Culpo. Letztlich war es die jüngste, die den Titel der Angolanerin Leila Lopes erbte.

Auf sie wartet eine Geldprämie, Sachpreise von Sponsoren und vor allem Fotoaufträge. Auch Filmrollen sind möglich, allerdings: Von den Dutzenden Frauen, die seit 1952 Miss Universe wurden, hat es keine zum Star gebracht.

Dabei hatte Olivia Culpo gesagt, sie hoffe auf eine Karriere bei Film oder Fernsehen. Talent kann man ihr nicht absprechen: Die in einer Musikerfamilie aufgewachsene Amerikanerin spielt Cello und demonstrierte das auch auf der Bühne. Sie ist das mittlere von fünf Kindern und alle spielen ein Instrument. Culpo spielte sogar schon in der legendären Carnegie Hall in New York. Als ihre Hobbys gibt sie an: Filme, Museen, Konzerte "und andere Leute zum Lachen zu bringen".

Kein Land hat so oft den Wettbewerb zur Miss Universe gewonnen wie die USA. Vor Culpo war es zuletzt Brook Mahealani Lee 1997. Allerdings gehört auch Puerto Rico zu den USA, auch wenn die Insel eine eigene Kandidatin entsendet. Zählt man die Gewinnerinnen dazu, kommen die USA sogar auf 13 Erfolge. Es folgen Venezuela mit sechs und Schweden mit drei Krönchen. Eine deutsche Kandidatin schaffte es erst einmal: Vor 51 Jahren wurde die in Sachsen aufgewachsene Marlene Schmidt, kurz nach ihrer Flucht aus der DDR, in Miami Beach Miss Universe.

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