„Rechtsgespräch“ der Juristen

Wie geht der Loveparade-Prozess weiter?

Tausende Raver drängen sich auf der Loveparade in und vor dem Tunnel in Duisburg, in dem sich eine Massenpanik ereignet hat.

Tausende Raver drängen sich auf der Loveparade in und vor dem Tunnel in Duisburg, in dem sich eine Massenpanik ereignet hat.

15.01.2019 Düsseldorf. Einer der umfangreichsten Strafprozesse der Nachkriegszeit kommt in eine entscheidende Phase: Im Loveparade-Strafprozess sind 13 Monate nach dem Auftakt mittlerweile die wichtigsten Zeugen vernommen worden, 58 an der Zahl. Und jetzt? Ein Gespräch soll Klärung bringen.

Im Loveparade-Strafprozess sprechen die Juristen am Mittwoch darüber, ob der Prozess bis zu einem Urteil fortgesetzt oder vorher ohne Urteil eingestellt werden soll. Bei einem sogenannten Rechtsgespräch wollen Richter, Staatsanwälte, Verteidiger und Nebenklage-Anwälte erörtern, wie das Verfahren aus ihrer Sicht bislang gelaufen ist und wie es weitergehen kann. Das Gericht will auch eine eigene Einschätzung abgeben. Nur die unmittelbar an der Hauptverhandlung beteiligten Juristen dürfen an dem Gespräch teilnehmen. Im Loveparade-Mammutverfahren sind das bis zu 75. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Über Gesprächsinhalte will das Gericht erst am Donnerstagmittag informieren. Es wird aber damit gerechnet, dass schon am Mittwoch Inhalte bekannt werden.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg waren am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände im Gedränge 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt worden. (dpa)