Make Collective in Neuseeland

Werbeagentur zahlt Fahrradfahrern mehr Geld

Radfahren lohnt sich für Angestellte einer Werbeagentur in Neuseeland auch finanziell.

Radfahren lohnt sich für Angestellte einer Werbeagentur in Neuseeland auch finanziell.

07.03.2018 WELLINGTON. Mit dem Fahrrad zur Arbeit: Das hält nicht nur fit, sondern macht sich für die Angestellten einer Werbeagentur in Neuseeland auch auf dem Lohnzettel bemerkbar.

Für die Angestellten einer Werbeagentur in Neuseeland zahlt sich das Radeln zur Arbeit auf dem Lohnzettel aus: Agenturchef Tim Chesney kündigte am Mittwoch an, dass es für jede Fahrt mit dem Rad zur Arbeit und zurück fünf Neuseeland-Dollar extra gebe - umgerechnet sind das etwa 2,93 Euro. Wer übers Jahr hinweg mehr als die Hälfte der Tage strampelnd kommt, soll sogar das Doppelte bekommen.

Die Agentur Make Collective mit Sitz in Wellington auf der Nordinsel des Pazifikstaats hat aktuell sechs Angestellte. Alle wollten mitmachen, heißt es.

Chesney begründete seine ungewöhnliche Initiative im Radiosender Newstalk ZB damit, dass er das Umsteigen vom Auto aufs Rad fördern wolle. Der Agenturchef - selbst ein leidenschaftlicher Radler - sagte: „Ich glaube, dass Bargeld mehr bringt als alles andere.“ Zudem hoffe er darauf, dass das Radeln seinen Angestellten mehr Power bringe und sie gesünder mache. „Ich hoffe, dass das ihnen mehr Energie verleiht und sie am Arbeitsplatz zufriedener sind.“

In Neuseeland wird Radfahren seit einigen Jahren zunehmend populär. Im Vergleich zu europäischen Metropolen liegen die größeren Städte des Pazifikstaats allerdings noch weit hinten. Nach der jüngsten Studie, die aus dem Jahr 2013 stammt, radeln weniger als drei Prozent der Neuseeländer zu ihrem Job. (dpa)