Freizeitpark "Fort Fun"

"Unglückliche Umstände" sollen zu Unfall geführt haben

Die Sommerrodelbahn Alpine Coaster Trapper im Fort Fun in Bestwig (Nordrhein-Westfalen). Auf der Sommerrodelbahn des Parks ist einem Jungen während der Fahrt ein Teil seines Beines abgetrennt worden.

Die Sommerrodelbahn Alpine Coaster Trapper im Fort Fun in Bestwig (Nordrhein-Westfalen). Auf der Sommerrodelbahn des Parks ist einem Jungen während der Fahrt ein Teil seines Beines abgetrennt worden.

08.02.2019 ARNSBERG. Im Oktober 2017 hat ein damals Zwölfjähriger bei einem Unfall auf einer Rodelbahn im Freizeitpark "Fort Fun" einen Teil seines Beines verloren. Nun liegt das Gutachten eines Ingenieurbüros zu dem Unglück vor.

Der Unfall auf einer Rodelbahn im Freizeitpark „Fort Fun“, bei dem ein Junge einen Teil seines Beines verloren hatte, geht wohl auf mehrere unglückliche Umstände zurück. Zu diesem Ergebnis komme das Gutachten eines beauftragten Ingenieurbüros, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel am Freitag in Arnsberg. Der Schlitten sei im Herbst 2017 schneller auf der Bahn unterwegs gewesen als er hätte sein dürfen. Die Feuchtigkeit verlängerte laut Gutachten den Bremsweg zusätzlich. Zudem habe der Junge die Bremse womöglich falsch bedient und sei mit dem Fuß abgerutscht.

Im Oktober 2017 war der damals Zwölfährige in dem Park in Bestwig auf der Sommerrodelbahn schwer verunglückt. Laut Staatsanwaltschaft brauchten die Experten zur Ursachenerforschung vergleichbare Bedingungen auf der Bahn - also Feuchtigkeit - und mussten daher den trockenen Sommer abwarten. Das sei zumindest ein Grund dafür, dass das Gutachten lange gebraucht habe. Der Freizeitpark hatte angekündigt, das Sicherheitskonzept weiter zu verbessern.

Im August 2018 war es dort zu einem weiteren schweren Unfall gekommen. Eine Frau kam per Rettungshubschrauber in eine Klinik. Sie war mit ihrem Rodelschlitten im Ausstiegsbereich der Bahn nahezu ungebremst auf den bereits stehenden Schlitten ihres Mannes aufgefahren. Grund sei wohl ein Fahrfehler gewesen, es habe keine Anzeichen für einen technischen Defekt gegeben, hieß es damals bei der Polizei. (dpa)