Bonner Unternehmen

True Fruits reagiert auf Kritik an Werbung

Der Purple-Smoothie von true fruits.

Der Purple-Smoothie von true fruits.

Bonn. Mit seinen provokanten Werbeslogans hat Smoothie-Hersteller True Fruits erneut für viele Diskussionen gesorgt. Jetzt hat das Bonner Unternehmen auf Facebook reagiert.

Das Bonner Unternehmen True Fruits gehört mit seinen Smoothies zu den großen Lebensmittel-Herstellern in Deutschland. Der jährliche Umsatz beträgt rund 40 Millionen Euro. Und die Firma schafft es immer wieder in aller Munde zu sein. Nicht nur mit ihren Getränken. Die provokanten Werbesprüche heizen immer wieder Diskussionen an. Aktuell wird unter dem Hashtag #jetztoesterreichts im Nachbarland für das Getränk geworben - standesgemäß stößt die Werbung nicht nur auf Gegenliebe.

"Bei uns kannst du kein Braun wählen", steht da beispielsweise auf einem Plakat, von dem drei Flaschen in jeweils Schwarz, Rot und Gelb prangen. Auf weiteren Bannern steht: "Noch mehr Flaschen aus dem Ausland", "Eure Heimat braucht uns jetzt" und "Schafft es selten über die Grenze". Während die Anspielung auf die Flüchtlingsproblematik im Netz positive Reaktionen bringt, hagelt es erwartungsgemäß aber auch viel Kritik. Dem Unternehmen wird sogar Fremdenhass vorgeworfen.

"Unsere aktuelle Plakatkampagne in Österreich richtet sich explizit gegen Fremdenfeindlichkeit", schreibt True Fruits auf Facebook. "Uns ist bewusst, dass wir uns der Satire bedienen, um auf das Problem aufmerksam zu machen." Das Unternehmen wehrt sich zudem gegen Vorwürfe, die Witze seien für den "einfachen Bürger" unverständlich. "Das klingt für uns so wie, 'Lasst uns nur Witze für Dumme machen, es soll ja jeder lachen dürfen. So sind wir nicht, so werden wir niemals sein.'"

 

Schon in der Vergangenheit waren die Slogans des Unternehmens immer wieder in Kritik geraten. Erst im vergangenen Jahr hatte True Fruits mit den Slogans "Oralverzehr - schneller kommst du nicht zum Samengenuss" oder "Bei Samenstau gut schütteln" auf Plakaten Säfte mit Chiasamen beworben.

In der aktuellen Kampagne reagierte das Unternehmen auch auf die Kritik, sich in gesellschaftspolitische Themen einzumischen. "Wir sind eine Summe von Menschen mit Meinungen", heißt es dazu nur knapp auf Facebook.