Glasbodenbrücke in China "splittert"

Todesangst in über 1000 Meter Höhe

Die 430 Meter lange und sechs Meter breite Brücke mit Bodenplatten aus Glas hängt 300 Meter über einem Canyon.

Eine der Brücken mit Bodenplatten aus durchsichtigem Glas hängt 300 Meter über einem Canyon im Nationalpark Zhangjiajie.

China. Risse im Glasboden einer über 1000 Meter hohen Glasbrücke in China sind ein besonders makaberer Spezialeffekt und lassen Touristen das Blut in den Adern gefrieren.

Die gläserne und 300 Meter hohe Brücke über einem Canyon im Nationalpark Zhangjiajie wurde mit Bildschirmen ausgelegt, die zersplitterndes Glas imitieren. Die Brücke besteht aus 99 dreischichtigen Glasplatten, die gleichzeitig maximal 800 Besucher tragen können. Stöckelschuhe, Kameras und Selfie-Sticks dürfen nicht mitgenommen werden, weil fallende spitze Gegenstände Kratzer auf dem Glasboden verursachen könnten. 

Dieser Nervenkitzel hat den Betreibern der benachbarten East-Taiheng-Glasbodenbrücke scheinbar nicht mehr ausgereicht: Sie statteten ihre im September eröffnete Brücke mit einer neuen Attraktion aus. Ein Video bei youtube zeigt den Führer einer Touristengruppe, der verzweifelt versucht, Halt zu finden, während der Glasboden unter ihm tiefe Risse bekommt – auf einer Höhe von über 1000 Metern.

 

Was im Video schockierend aussieht, ist in Wirklichkeit nur ein besonderer Spezialeffekt auf den letzten Metern der Brücke. Druck-sensible Platten lösen hier einen täuschend echt aussehenden Glasbruch aus, begleitet von klirrenden Soundeffekten.

Die Betreiberfirma der Brücke hat gegenüber der "Chongqing Morning Post" versichert, dass man ab sofort täglich die Brücke auf Risse prüfe und sofort schließen werden, sobald echte Risse sichtbar werden.