Eminem und Justin Bieber

Studie zeigt welche Musik Psychopathen bevorzugen

Justin Bieber hat sich viel vorgenommen.

Justin Bieber wird von Menschen mit psychopathischer Tendenz bevorzugt? Eine Studie hat genau diesen Zusammenhang nun hergestellt.

New York. Welche Musik hören Psychopathen? Dieser spannenden Frage ist ein Professor an der Universität in New York jetzt nachgegangen. Das Ergebnis ist überraschend und dürfte einige Fans von Eminem und Justin Bieber zum Nachdenken bringen.

Psychopathen hören klassische Musik? Zumindest in Filmen wird dieser Zusammenhang häufig hergestellt. Ein Psychologieprofessor der New York Universität, Pascal Wallisch, hat genau das untersucht: Hängen der Musik-Geschmack und eine psychopathische Persönlichkeitsstörung zusammen? Pascal Wallisch und Nicole Lead haben dazu nun eine Untersuchung mit überraschendem Ergebnis vorgelegt: Studenten mit einer höheren Tendenz zur Psychopathie bevorzugten unter anderem Eminem und Justin Bieber.

190 Psychologie-Studenten mussten bei der Untersuchung Fragen beantworten. Damit sollte zunächst ihre Tendenz zur Psychopathie festgestellt werden, also über wie viel Empathie oder manipulative Strategien sie verfügen. Unter anderem sollten sie sich zu Aussagen äußern wie "Liebe ist überbewertet". Anschließend sollten sie Songs hören und diese anhand einer Skala bewerten. Die meisten Songs waren den Studenten dabei unbekannt. Die Untersuchung zeigte überraschend: Je nach Tendenz zur Psychopathie waren zwanzig Songs besonders beliebt oder unbeliebt bei den Studenten. Auch der Gegenprobe hielt die Untersuchung stand: Andere Studenten reagierten entsprechend ablehnend auf die Lieder, die zuvor von den tendenziell eher als Psychopathen eingestuften Studenten bevorzugt wurden.

Neben Eminem´s "Lose yourself" und Justin Bieber´s "What do you mean" sei auch Blackstreet´s "No Diggity" besonders beliebt bei den Studenten mit der höchsten Tendenz zur Psychpathie. Da eigentlich angenommen wurde, dass Musik ohne Text ansprechender für Psychopathen sei, weil in dieser Musik keine Gefühle des Singenden formuliert werden, sind die Ergebnisse überraschend. Was die zwanzig Lieder gemeinsam haben und warum sie so ansprechend sind, ist den Wissenschaftlern noch unklar. Dennoch wurde das Ergebnis der Untersuchung laut Bericht der Washington Post der Gesellschaft für Neurowissenschaften vorgestellt.