Automatisierter Brief

Sterben ist beim Bezahldienst PayPal nicht erlaubt

Durch den Zukauf rückt Paypal in das Geschäft in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern sowie Brasilien und Mexiko ein.

Einer der führenden Online-Bezahlsysteme bietet das Unternehmen Paypal an.

Bonn. Nachdem seine Ehefrau gestorben war, bekam der Witwer ein Schreiben vom Online-Bezahldienstleister PayPal. Der Inhalt des automatisierten Briefes war verstörend.

Der originale Text eines automatisierten Schreibens des Online-Bezahldienstleister PayPal an die verstorbene Kundin Lindsay Durdle lautete: "Sie haben gegen Bedingung 15.4 (c) unserer Vereinbarungen verstoßen, da wir eine Mitteilung erhalten haben, dass Sie verstorben sind. Dieser Verstoß kann nicht behoben werden." Der britische Sender BBC hat dies veröffentlicht, nachdem er den Text von dem Ehemann der verstorbenen Frau, Howard Durdle, zugesandt bekommen hatte.

 

Laut dem Bericht der BBC wollte Durdle mit der Veröffentlichung darauf hinweisen, wie verletzend und beunruhigend automatisierte Schreiben von Unternehmen sein können. Das Schreiben, so Durdle, war an seine Ende Mai verstorbene Ehefrau adressiert worden, nachdem er entsprechende Unterlagen (Todesschein, Testament und Ausweis) an PayPal gesandt hatte.

 

Der Online-Bezahldienstleister hat sich laut BBC mittlerweile bei dem Ehemann entschuldigt. Auf eine noch offene Zahlung der Verstorbenen in Höhe von rund 3200 Pfund will PayPal nun wohl verzichten.