Vorfall in Ahlen

Stadt pfändet Mops und versteigert ihn auf Ebay

Mops im Anflug.

Symbolbild.

Ahlen/Wülfrath. Weil der Rollstuhl eines querschnittgelähmten Mannes nicht pfändbar war, hat eine Gerichtsvollzieherin in Ahlen den Hund der Familie gepfändet. Anschließend wurde das Tier auf Ebay eingestellt.

Ein kurioser Vorfall im westfälischen Münsterland erregt gerade die Gemüter im Internet. Wie das Ahlener Tageblatt berichtet, habe ein Mitarbeiter der Stadt Ahlen einen zuvor gepfändeten Hund auf Ebay angeboten. Dort wurde er von einer Polizistin aus Wülfrath gekauft. Doch Mopsdame Edda hatte eine schwere Augenverletzung und musste mehrmals operiert werden. Die Polizistin erklärte gegenüber dem Ahlener Tageblatt, sie fordere die Behandlungskosten, rund 1800 Euro, von der Stadt Ahlen zurück.

Wie das Ahlener Tageblatt weiter berichtete, habe die Gerichtsvollzierherin, bevor sie den Hund pfändete, versucht den Rollstuhl eines querschnittgelähmten Mannes mitzunehmen. Da dieser sich als Eigentum der Berufsgenossenschaft herausstellte, wurde stattdessen Hündin Edda mitgenommen - und auf Ebay eingestellt.

Gegenüber dem Ahlener Tageblatt sagte ein Sprecher der Stadt, dass die Pfändung eines Tieres und der anschließende Verkauf über Ebay Kleinanzeigen „nicht die übliche Vorgehensweise bei Vollstreckungen durch die Stadt Ahlen“ sei. Der Sache werde auf den Grund gegangen.