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So eroberte Perry Rhodan von Deutschland aus die Welt

Am 8. September 1961 erschien in Deutschland erstmals die Heftroman-Serie Perry Rhodan.

Am 8. September 1961 erschien in Deutschland erstmals die Heftroman-Serie Perry Rhodan.

Bonn. Während sich die USA und die Sowjetunion Anfang der 1960er Jahre beim Wettlauf ins All duellierten, schnellten in Deutschland ab dem 8. September 1961 die Auflagen der Romanserie Perry Rhodan in astronomische Höhen.

Über Jahrzehnte dominierten die kleinen Heftchen mit den bunten Covern die Zeitschriftenregale der Republik: Die Groschenromane mit den Abenteuern des Astronauten Perry Rhodan sind mit über einer Milliarde bis heute verkauften Heften die erfolgreichste Science-Fiction- und Heftroman-Serie der Welt. Am 8. September 1961 erschien in Deutschland der erste Band der Serie.

Die Handlung im ersten Teil beginnt im Jahre 1971. Die Welt ist gespalten in einem NATO-ähnlichen Westblock, einer Asiatischen Förderation und einem von Russland angeführten Ostblock. Alle drei Lager sind miteinander verfeindet, die Menschheit steht kurz vor dem Ausbruch eines Krieges. Inmitten dieser präapokalyptischen Lage entbrennt zwischen den Kontrahenten ein Wettlauf zum Mond. Der Westblock gewinnt ihn mit der amerikanischen Raumfähre Stardust. An Bord des Schiffs: Perry Rhodan.

 

Im Hinblick auf das reale weltpolitische Geschehen der 1960er Jahre war die Handlung der Heftserie damals brandaktuell. Die USA und die Sowjetunion weiteten ihr Wettrüsten im Zuge des Kalten Krieges beim Wettlauf ins All nämlich auf den Weltraum aus. Vor diesem Hintergrund tüftelten die deutschen Perry Rhodan-Erfinder K. H. Scheer und Walter Ernsting (unter dem Pseudonym Clark Darlton) im Schatten des Eisernen Vorhangs an ihren Abenteuern. 

Seither erscheint jede Woche ein neuer Roman, zum Jubiläum wird mit "Der Tryzom-Mann" bereits der 2925. Band der Serie veröffentlicht.