Dem Vorurteil auf der Spur Sind Brillenträger wirklich schlauer als andere?

Ohne Brille wäre er höchstwahrscheinlich nicht schlau genug gewesen, um Voldemort zu besiegen: Harry Potter. Foto: obs/ProSieben

Brillenschlangen sind schlauer als "Normalos" - klingt nach Vorurteil, birgt anscheinend aber ein Fünkchen Wahrheit. Das wollen Forscher herausgefunden haben.

Heute vor 20 Jahren genau erschien  der erste Harry-Potter-Band auf Deutsch. Was folgte, ist eine Geschichte für sich. Die Bedeutung eines nicht unwesentlichen Randaspekts des Harry-Potter-Universums erschließt sich aber erst jetzt, durch eine Studie der Uni Edinburgh.

Der berühmte Zauberlehrling ist rein äußerlich der Prototyp des unscheinbaren Musterschülers: Schuluniform, unidentifizierbarer Haarschnitt, kein Schmuck oder sonstige Merkmale, die ihn aus der Masse heben würden – abgesehen natürlich von der berühmten Narbe auf der Stirn. Und natürlich sitzt auf der Nase des Nachwuchsmagiers die bekannte kontramodisch–rundbeglaste Streberbrille.

Mit dem Wissen der Edinburgher Forscher hätten die Leser ahnen können, das Erzfiesling Lord Voldemort am Ende keine Chance haben würde gegen Potter. Denn wie die Wissenschaftler anhand einer Analyse des Genmaterials von 300 000 Menschen feststellten, sind überdurchschnittlich intelligente Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit auf Sehhilfen angewiesen – und zwar mit einem Faktor von 30 Prozent, wie der britische „Guardian“ berichtet.

Augengläser gleich mehr Durchblick? Die Realität bestätigt offenbar das Vorurteil. Übrigens sind Intelligenzbestien in Sachen Sehstärke zwar im Nachteil, bei anderen Gesundheitsthemen verbinden sich aber Geisteskraft und körperliche Robustheit, etwa bei Lungenkrebs oder Depressionen.

Nur einer hatte Angesichts der Indizien keinen Durchblick: Potters Erzfeind Voldemort. Im Gegensatz zum Zauberlehrling geht der dunkle Lord unbeglast durchs (Fantasie-) Leben. Das Ende ist allgemein bekannt.

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