Konflikt um Dreirad

Polizei schlichtet Streit unter Dreijährigen

Nachbarn müssen Kinderlärm hinnehmen. Allerdings hat das seine Grenzen.

Symbolbild.

Hamburg. Ein Streit unter Dreijährigen in einer Hamburger Kita hat am Mittwochnachmittag zu einem Polizeieinsatz geführt. Grund des Konflikts: ein Dreirad.

Wenn es darum geht, wer zuerst auf dem Dreirad fahren darf, kennen Kleinkinder offensichtlich kein Pardon. Zwei Dreijährige haben sich im Hamburger Stadtteil Winterhude so erbittert um ihr Gefährt gestritten, dass am Ende die Polizei vor der Kindertagestätte stand. Dies berichtete das Hamburger Abendblatt am Mittwoch.

Demnach wurde ein Streifenwagen gegen 15.10 Uhr zur Kita gerufen. Auslöser für den Einsatz: der unnachgiebige Streit um das Dreirad, bei dem eines der Kinder das andere sogar gekratzt haben soll. Dies war für eine der anwesenden Mütter Grund genug, die Polizei zu rufen.

Am Einsatzort trafen die Beamten schließlich auf die besorgten Mütter und ihre beiden Kinder. Eines der Dreijährigen wies laut Polizei tatsächlich eine gerötete Wange auf. Verhaftet wurde jedoch niemand und auch auf eine Anzeige wurde verzichtet.

"Es ist normalerweise nicht üblich, in solchen Fällen die Polizei zu verständigen", erklärte die Geschäftsführerin der Kita auf Anfrage des Abendblatts. Eigentlich gäbe es bei Streitereien lediglich eine Mitteilung an die Eltern. Außerdem habe es bereits schwerere Konflikte gegeben, die auch ohne die Polizei gelöst werden konnten.

Ob die Dreijährigen nun weiterhin Dreirad fahren dürfen, ist indessen unklar. Aber Weihnachten steht ja bekanntlich vor der Tür.