Millardenschwere Marihuana-Industrie

Plant Coca-Cola einen Cannabis-Drink?

Plant Coca Cola ein Cannabis-Softgetränk?

Plant Coca Cola ein Cannabis-Softgetränk?

Atlanta, USA. Coca-Cola und Cannabis? Offenbar denkt der US-Konzern über die Herstellung eines Softdrinks nach, der den Cannbis-Wirkstoff Cannbidiol (CBD) enthält.

Der US-Getränkehersteller Coca-Cola zeigt offenbar großes Interesse am Cannabis-Wirkstoff Cannabidiol (CBD). Wie der kanadische Finanznachrichtensender BNN Bloomberg am Montag berichtete, führe das Unternehmen aus Atlanta bereits Gespräche mit dem kanadischen Cannabisproduzenten Aurora Cannabis.

Offenbar spielt Coca-Cola mit dem Gedanken, ein CBD-haltiges Softgetränk auf den Markt zu bringen. Die Aktien des kanadischen Marihuanaherstellers stiegen nach der Meldung am Montag um bis zu 22 Prozent. Coca-Cola betonte in einer Stellungnahme, dass man zwar „keinerlei Interesse an Marihuana oder Cannabis“ habe, aber wie viele andere Unternehmen in der Getränke-Branche das Wachstum von CBD-Getränken „sehr genau beobachte“. Man wolle aber keine Marktspekulationen kommentieren.

CBD gilt als entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und schmerzlindernd. Dem Deutschen Hanfverband zufolge gilt CBD zudem als relativ arm an Nebenwirkungen, nicht suchtfördernd oder berauschend. Der Wirkstoff verursacht im Gegensatz zum psychoaktiven Delta-9-Tetrahydrocannbinol (THC) kein "High" und unterliegt deshalb nicht denselben rechtlichen Beschränkungen.

In Kanada tritt die Legalisierung des Freizeit-Marktes für den Konsum durch Erwachsene am 17. Oktober 2018 in Kraft. Euromonitor schätzt das jährliche Volumen legaler Marihuana-Verkäufe in Kanada auf 7,5 Milliarden Dollar. In den USA, wo Cannabis inzwischen in 30 Bundesstaaten als Genussmittel oder als Medikament erlaubt ist, dürfte das Marktvolumen in diesem Jahr 10 bis 11 Milliarden Dollar erreichen. Das Analysehaus Arcview geht davon aus, dass der Markt bis 2021 auf ein Volumen von 24 Milliarden Dollar steigt und die Marihuana-Industrie den USA 400.000 Jobs und 4 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen bescheren wird.

In Deutschland kann Cannabis seit März 2017 als Ausnahmemedikation bei schweren Erkrankungen verordnet werden. Die Vergabe regelt die Cannabisagentur in Bonn.