Kurioser Fahrgast in Österreich

Pferd in der Bahn sorgt in Österreich für Aufsehen

Ein Zug der ÖBB.

Ein Zug der ÖBB.

Bad Mitterndorf. Drahtesel sieht man in Zügen zuhauf, warum also nicht auch Pferde? Das dachte sich offenbar ein Mann in Österreich und nahm seinen Haflinger Frieda einfach mit in den Zug.

Da steht ein Pferd... nein, nicht auf dem Flur, wie es Klaus und Klaus einst sangen, sondern in der Bahn. So geschehen am Mittwoch in einem Zug der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB). Brav steht es an der Leine des Halters im Türbereich und lässt sich von anderen Passagieren fotografieren.

Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, stand der kuriose Fahrgast in einem Zug, der zwischen Stainach-Irdning in der Steiermark und Attnang-Puchheim in Oberösterreich verkehrt. Das Tier namens Frieda stieg in Bad Mitterndorf zu. Es dauerte nicht lang, da landete ein Schnappschuss des Haflingers im Kurznachrichtendienst Twitter. Darauf aufmerksam gemacht, nahm es die ÖBB mit Humor: "Wir glauben, uns tritt ein Pf... WAIT WHAT??!?", hieß es in einer ersten Äußerung zum schnell gefundenen Hashtag #Pferdegate. Die Nachahmung werde zudem "nicht emFOHLEN".

Auch ernsthaft bezog die ÖBB noch Stellung. Der Transport von Pferden sei in den Zügen selbstverständlich nicht gestattet. Der zahme, aber ungebetene Gast habe den Zug wieder verlassen müssen - noch vor der Abfahrt. "Wir hoffen, dass dies eine einmalige Sache bleibt und keine Nachahmungstäter findet", sagte ÖBB-Sprecherin Julianne Pamme der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Und so endete die Fahrt für Pferd und Halter, ehe sie überhaupt losging.