Störungen am Flughafen Schiphol

Netzagentur legt Piratensender in Heinsberg still

Flughafen Schiphol in Amsterdam.

Flughafen Schiphol in Amsterdam.

29.04.2019 Bonn. Weil der Heinsberger Piratensender unter anderem Störungen am Flughafen Amsterdam-Schiphol verursacht hatte, wurde "Radio Ijsbeer" nun von den Behörden abgeschaltet. Das hatte die Bundesnetzagentur am Montag bekanntgegeben.

Die Bundesnetzagentur hat den illegalen UKW-Sender „Radio Ijsbeer“ auf der Frequenz 104,2 Megahertz in Heinsberg abgeschaltet. Der Sender, der im UKW-Rundfunkbereich zu empfangen war, habe zusätzlich auf der in Amsterdam-Schiphol genutzten Flugfunkfrequenz bei 129 Megahertz anhaltende Störungen des Flugfunkverkehrs verursacht, erklärte die Bundesnetzagentur am Montag in Bonn. Der Sender sei ohne notwendige Frequenzzuteilung und ohne Genehmigung der Landesanstalt für Medien NRW aus dem Heinsberger Ortsteil Karken betrieben worden. Damit verstieß er gegen die europäischen Bestimmungen für Sendefunkanlagen.

Die Sendefunkanlage wurde den Angaben zufolge nach einer Störungsmeldung aus den Niederlanden durch Mitarbeiter der Bundesnetzagentur und die örtliche Polizei abgeschaltet und in Verwahrung genommen. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Betreiber der Anlage wurde eröffnet. Er muss mit einem hohen Bußgeld rechnen, für die Ermittlungen der Bundesnetzagentur können Gebühren erhoben werden. Gegen Betreiber illegaler Sendeanlagen kann eine Geldbuße von bis zu 500.000 Euro verhängt werden. (epd)