Potenzial zum Publikumsliebling

Nachwuchs bei den Bambuslemuren im Kölner Zoo

Köln. "Woody" und "Izy" haben es wieder getan - die Bambuslemuren-Eltern sorgten wieder für Nachwuchs im Kölner Zoo. Im Madagaskarhaus ist der kleine Primat nun zu bestaunen.

Zwei große Kulleraugen, winzige Hände, weiße Öhrchen: Der Nachwuchs bei den Großen Bambuslemuren im Kölner Zoo hat eindeutig das Zeug zum Publikumsliebling. Mutter Izy trägt ihr Baby aktuell noch rund um die Uhr am Bauch. Gemeinsam mit Vater Woody sie bereits mehrfach Nachwuchs aufgezogen.

Die Zoo-Tierpfleger konnten das Geschlecht des kleinen Lemuren bisher noch nicht bestimmen. Das ist Absicht, denn sie wollen die am Anfang so wichtige Mutter-Kind-Beziehung nicht stören. Dementsprechend ist das Jungtier auch noch namenlos. In ein paar Wochen wird sich das Kleine vom Bauch seiner Mutter lösen und anfangen, selbstständig auf Bäume und Äste im Madagaskarhaus zu klettern. 

Die Primaten leben ausschließlich in zwei kleinen Regenwaldgebieten mit Bambusbestand im Norden und Osten Madagaskars. Sie sind dämmerungsaktiv, leben zumeist in Bäumen, können aber auch auf den Boden kommen. Bambuslemuren leben in Gruppen von drei bis fünf Tieren. Zu den Familienverbänden zählen ein Männchen, ein bis zwei Weibchen und die dazugehörigen Jungtiere.

Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume sind die Großen Bambuslemuren auf nur noch wenige 100 Tiere zusammengeschrumpft. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als vom Aussterben bedroht ein. In Deutschland ist der Kölner Zoo der einzige, der diese Art hält und erfolgreich züchtet. Insgesamt leben derzeit nur 24 Tiere in sieben europäischen Zoos.