Analyse von Google-Suchbegriffen

Nachts suchen Deutsche nach Sex und dem Lebenssinn

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Nachts haben schlüpfrige Suchbegriffe Hochkonjunktur.

Bonn. Würden Sie einer Suchmaschine die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen? Deutsche Google-User tun dies laut einer Untersuchung jedenfalls besonders gerne um vier Uhr morgens. Und auch ihre Libido bedienen die Deutschen zu ganz bestimmter Zeit.

"Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit", wusste schon der Prediger aus dem Buch Kohelet. Dieser biblischen Erkenntnis kommt nun auch eine Analyse des Internetportals warenvergleich.de auf die Spur. In den frühen Morgenstunden drehen sich die Gedanken der Deutschen demnach um den Sinn des Lebens - und die Libido.

Die Auswertung hatte sich am Datenschatz der Suchmaschine Google bedient und untersucht, wann 17 ausgewählte Begriffe besonders häufig in die Suchmaske getippt werden. Dazu gehören Sucheingaben wie "Kino", "Schluss machen", "Porno" und "Sinn des Lebens". Zutage gefördert werden dabei die Suchgewohnheiten der Menschen hierzulande, und dies fein säuberlich über den Tag verteilt.

So haben am Abend, wenig überraschend, kulinarische Bedürfnisse und die Suche nach Unterhaltung Hochkonjunktur. Dementsprechend werden Rezepte kurz vor sechs Uhr besonders oft gesucht. Diesen folgen in stündlichem Abstand die Begriffe "Kino" und "TV-Programm".

Das Internetportal Warenvergleich hat Suchanfragen bei Google untersucht.

Das Internetportal Warenvergleich hat Suchanfragen bei Google untersucht.

 

Über den Tag verteilt orientiert sich die Suche der Deutschen an ihrer Arbeit. In der Nacht dagegen offenbart sich dann, so die Autoren der Untersuchung, die lustvolle Seite der Deutschen. Such-Höhepunkte erfahren dann ab 1.30 Uhr schlüpfrige Begriffe wie "Porno" und "Vibrator". Andererseits sei die Nacht auch Zeit für tiefsinnige Gedanken und die persönliche Lebensführung. Das gilt jedenfalls für Menschen, die den Internetkonzern Google nachts noch für Lebensentscheidungen aufsuchen und zurate ziehen. Beziehung und Job werden demnach häufig in den frühen Morgenstunden in Frage gestellt. Traurigerweise erfahre dann auch der Suchbegriff "Suizid" seine größte Nachfrage.

Pünktlich um vier Uhr nachts werde dann der "Sinn des Lebens" gegoogelt. Wie oft die Sinn-Suchenden in den Tiefen des Internets fündig werden und wie erhellend die Suchergebnisse sind, verraten die Macher der Untersuchung allerdings nicht.