Leblos in Wohnung aufgefunden

Mayener Oberbürgermeisterin Fischer ist tot

Oberbürgermeisterin Veronika Fischer ist tot.

Mayen. Die Mayener Oberbürgermeisterin Veronika Fischer (CDU) ist am Sonntag tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Das sagte Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner am Montag in Koblenz und bestätigte damit Medienberichte.

Die Mayener Oberbürgermeisterin Veronika Fischer ist tot. Die 47-Jährige wurde am Sonntagabend leblos in ihrer Wohnung gefunden. Das bestätigte am Montag der Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner. Die Umstände des Todes der CDU-Politikerin waren zunächst unklar. Es sei, wie in solchen Fällen üblich, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte Gandner.

"Wir alle sind tief traurig und fassungslos", sagte der Mayener Bürgermeister Rolf Schumacher (CDU). Fischer, die von 1994 bis 2001 bei der Kreisverwaltung Ahrweiler tätig war, war seit vier Jahren Oberbürgermeisterin der Stadt in der Eifel. Fischer lebte seit kurzem von ihrer Familie getrennt in Mayen. Sie hinterlässt ihren Mann und zwei Kinder (12 und 13). Nach Polizeiangaben war sie bereits in der Nacht zum Sonntag per Hubschrauber und Spürhunden gesucht worden. Die Polizei geht von einem Freitod aus. Erst vor Wochen hatte Fischer einen schweren Autounfall, bei dem ihr Wagen ausbrannte.

Der Tod der Oberbürgermeisterin Veronika Fischer hat Trauer und Bestürzung ausgelöst. Der Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, Alexander Saftig, reagiere am Montag "fassungslos und traurig". Er war von der Mayener Polizei über die Suche nach Veronika Fischer informiert worden. Saftig und Fischer kannten sich schon vor ihrer Mayener Zeit. Denn auch Saftig hat seine beruflichen Wurzeln im Ahrweiler Kreishaus.

Die Christdemokratin Fischer hatte 2008 den langjährigen Oberbürgermeister Günther Laux (SPD) abgelöst. Zuvor war die gebürtige Westfälin seit 2001 sieben Jahre lang Bürgermeisterin für Soziales im Mayener Rathaus gewesen.

Nach Mayen war sie aus Ahrweiler gewechselt. Im dortigen Kreishaus war sie von August 1994 Abteilungsleiterin Soziales und hatte den Vorsitz im Kreisrechtsausschuss. Zum 1. März 1997 wurde sie Leitende Staatliche Beamtin und Dezernentin Jugend und Soziales, ab Juni 1999 Dezernentin zusätzlich für den Bereich Gesundheit.