Küste von Edinburgh

Liegt hier ein Flugzeug unter der Meeresoberfläche?

Deutlich erkennbar: Die Umrisse eines Flugzeugs.

Deutlich erkennbar: Die Umrisse eines Flugzeugs.

EDINBURGH. Der 55-jährige Robert Morton hat unter der Meeresoberfläche ein Flugzeug entdeckt. Ist die Maschine echt und unter Umständen abgestürzt? Google klärt auf.

Da liegt ein komplettes Flugzeug unter der Meeresoberfläche. Zu diesem Entschluss ist Robert Morton gekommen. Der 55-Jährige aus der englischen Stadt Doncaster entdeckte bei Google Earth die Maschine vor der Küste Edinburghs. Hatte der dreifache Familienvater dort ein Flugzeugunglück entdeckt? "Sehr sehr seltsam, unglaublich", nannte Morton seinen Fund im Gespräch mit dem Mirror. "Ich habe noch nie ein Flugzeug bei Google Earth gesehen. Es scheint unter Wasser zu liegen."

Dort liegt es aber nicht: Ein Google-Sprecher lieferte die Aufklärung: "Es sieht so aus, als wäre das Flugzeug unter Wasser, weil jedes Satellitenbild, das Sie auf der Karte sehen, eigentlich eine Zusammenstellung mehrerer Bilder ist", erklärte er. Schnell bewegende Objekte wie Flugzeuge würden sich oft nur in einem dieser Bilder zeigen, im Gesamten aber als schwacher Überrest auf dem Satellitenbild bleiben.

Mortons Flugzeugfund ist nicht die erste Google-Earth-Aufnahme, die für Diskussionen sorgt. Im Jahr 2013 etwa rätselten Menschen weltweit, ob der Internetriese im niederländischen Almere Zeuge eines Mordes wurde. Die Aufnahme zeigt einen Steg in einem See des "Königin Beatrix"-Park, auf dem eine lange, rote Spur zu sehen ist.

Dass es sich bei dieser allerdings nicht um Blut handelte, erklärte letztlich eine Hundebesitzerin, die das Foto ebenfalls gesehen hatte. Ihr Vierbeiner sei in dem See schwimmen gewesen und Wasser habe das rötliche Holz dunkel gefärbt. Wie mehrere Medien berichten, bestätigte die Polizei die Geschichte der Frau.