WhatsApp und Facebook

Kettenbrief ruft zu Tankstellen-Boykott auf

Zapfhahn an einer Tankstelle. Treibstoff bleibt weiter teuer.

Symbolfoto.

BONN. Über WhatsApp und Facebook wird aktuell ein Kettenbrief verschickt, der dazu aufruft, Tankstellen am kommenden Montag zu meiden. Dass in ihm ein schadhafter Link versteckt ist, kann nicht ausgeschlossen werden.

Seit Wochen steigen die Spritpreise. Zusätzlich dazu sorgt das Niedrigwasser für Lieferengpässe und teils leere Zapfsäulen. Unterm Strich ist die Fahrt zur Tankstelle in jüngster Zeit kein Vergnügen. Ein Kettenbrief, der derzeit über Facebook und WhatsApp verbreitet wird, drückt den Unmut der Autofahrer aus und ruft zu einem Tankstellen-Boykott auf.

"Große Protestaktion gegen die steigenden Benzin- und Dieselpreise Montag 26. November keine Tankstellen anfahren, wer tanken muss sollte das Sonntags, am 25. November noch machen. Sende diese Protestaktion an alle deine Kontakte weiter um ein Zeichen gegen die hohen Benzin und Dieselpreise zu agieren", heißt es wörtlich in dem Kettenbrief. Es ist nicht auszuschließen, dass in dem Kettenbrief, der vor allem durch Rechtschreib- und Grammatikfehler auffällt, ein schadhafter Link versteckt ist, der einen Virus verbreiten soll. Wer den Kettenbrief erhält, kann ihn getrost ignorieren.

Der Verein "Mimikama" klärt seit 2011 über Internetmissbrauch auf und setzt sich zum Ziel Falschmeldungen entgegen zu wirken. Nach deren Einschätzung zeigt dieser Kettenbrief nur ein Stimmungsbild. Auswirkungen soll dieser allerdings keine haben, trotz der schnellen Verbreitung über das Internet.