Berühmte Kriminalfälle aus Bonn und Region

Das wurde aus Bonns "Aktenzeichen XY"-Fällen

Fall Trudel Ulmen: Ein beinahe vergessenes Verbrechen

Eigenheim-Idyll: Der KAB-Ring in Rheinbach. Hier lebte die Arzthelferin Trudel Ulmen bis zum Tag ihres spurlosen Verschwindens im März 1996.

Weder die „Aktenzeichen XY“-Sendung im Jahr 1996, die Berichte in bundesweiten Medien noch die Amtshilfe des FBI bringen die Ermittler im Fall der vermissten Trudel Ulmen auf die richtige Spur. Beinahe wäre der Fall vergessen worden. Doch dann erscheint im General-Anzeiger ein Bericht, der alles ändert.

Ohne Argwohn stützt sich die Polizei zunächst auf die Aussage des damaligen Ehemanns. Der will drei Tage nach dem Verschwinden seiner Frau am 21. März 1996 einen Anruf seiner Frau erhalten haben: Sie sei wohlauf, sie habe ihn freiwillig verlassen. 16 Jahre lang hält diese Lüge stand. Bis zum 9. Januar 2012. Dann erscheint im General-Anzeiger der erste von mehreren Berichten über den mysteriösen Rheinbacher Fall. Die Bonner Kriminalpolizei nimmt die Ermittlungen wieder auf. Nach stundenlanger Vernehmung gesteht Trudel Ulmens damaliger Ehemann, seine Frau am Abend des 20. März 1996 im gemeinsamen Schlafzimmer mit einem Kissen erstickt zu haben. Das Bonner Schwurgericht verhängt elf Jahre Haft.

Aktueller Stand: aufgeklärt