Und immer wieder geht sie unter...

Christliche Sekte sagt Weltuntergang für den 23. April voraus

Skurrile Vorhersagen: Geht es nach einigen Verschwörungstheoretikern, steht der Weltuntergang regelmäßig unmittelbar bevor.

Bonn. Es ist wie ein religiöses Ritual: Endzeitanhänger sagen in regelmäßigen Abständen den Untergang der Erde voraus. In diesem Fall soll es nach einer christlich geprägten Verschwörungstheorie der kommende 23. April sein. Es spricht viel dafür, gelassen zu bleiben.

"Fürchtet Euch nicht! Denn seht, ich verkünde Euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird" - so steht es im Evangelium Lukas. Ob diese Friedensbotschaft auch gegen Angriffe auf unseren gesamten Planeten Erde eingesetzt werden kann, ist offen, könnte aber möglicherweise am übernächsten Montag, den 23. April, überprüft werden. Denn dann kommt es zu einer mutmaßlich verhängnisvollen Konstellation von Sonne, Mond und Jupiter, die sich an diesem Tag alle im Sternbild Jungfrau ausrichten.

Wo liegt aber die Dramatik? Folgt man Vertretern einer christlich geprägten Verschwörungstheorie wie David Meade, dann wird die beschriebene Himmelskörper-Anordnung eine "biblische Entrückung" auslösen, die den Planeten X auf den Plan ruft, der dann das Ende der Welt verursachen könnte.

Selbstverständlich darf dabei der Antichrist nicht fehlen. Denn in derselben Nacht werde die berüchtigte Pflanze des Todes, Nibiru, am Himmel erscheinen und eine Ausbreitung des Wahnsinns, den Dritten Weltkrieg sowie den schon erwähnten Aufstieg des Teufels mit sich bringen. So berichtet die britische Zeitung Sun über die Vorstellungen der Endzeitanhänger.

Scheinbar passt alles zusammen

Zurück zu den biblischen Zitaten: "Und ein großes Zeichen erschien am Himmel: Eine Frau, die mit der Sonne bekleidet ist, mit dem Mond unter den Füßen und auf ihrem Kopf eine Krone von zwölf Sternen." - so heißt es in der Offenbarung 12, 1-2 vom Evangelisten Johannes. Im Anschluss, so die Offenbarung weiter, wird ein riesiger feuerroter Drache die Sterne auf die Erde werfen, was ihr selbstredend nicht gut bekommt. Alles scheint zusammen zu passen: Am 23. April erscheint der Mond unter den Füßen des Sternbildes "Jungfrau", tagsüber scheint die Sonne die Jungfrau zu kleiden und am 8. April wurde Jupiter im besagten Sternbild geboren. So beschreibt es David Meade der britischen Tageszeitung Express.

Planet X - die bekannte "Gefahr"

Den letzten Weltuntergang hatte besagter Meade im Übrigen für den 5. Oktober vergangenen Jahres vorhergesagt. Damals hätte die Erde eigentlich schon einmal mit dem bereits bekannten Planeten X kollidieren sollen. Es ist zum Unglück von Meade und seinen Anhängern nicht geschehen. Für den Rest der Welt war der Nichtzusammenstoß allerdings wenig überraschend. Also werden sie wohl auch dem kommenden Datum des 23. April gelassen entgegensehen.