Staatsanwaltschaft veröffentlicht Autopsiebericht

Britische Ägypten-Urlauber an Kolibakterien gestorben

Nur wenige Flugstunden entfernt: Das Meer vor Hurghada lockt mit 24 Grad Wassertemperatur.

Der Tod eines britischen Urlauberpaares in Ägypten ist auf eine Infektion mit Kolibakterien zurückzuführen.

12.09.2018 Kairo. Ein britisches Urlauberpaar war Ende August im ägyptischen Hurghada gestorben. Der Reiseanbieter hatte daraufhin alle seine Gäste ausquartiert. Nun stellte die Polizei ihre Ergebnisse zur Todesursache vor.

Der Tod eines britischen Urlauberpaares in Ägypten ist auf eine Infektion mit Kolibakterien zurückzuführen. Das geht aus dem Autopsiebericht hervor, den die ägyptische Staatsanwaltschaft am Mittwoch veröffentlichte. Demnach starb John Cooper an einer "schweren Entzündung, ausgelöst durch Kolibakterien". Da der 69-Jährige herzkrank gewesen sei, habe die Infektion schwerere Auswirkungen gehabt. Zudem seien in seinem Blut Alkohol und Haschisch nachgewiesen worden.

Der Tod der 64-jährigen Ehefrau Susan sei auf eine Erkrankung der Blutgefäße zurückzuführen, die vermutlich ebenfalls durch Kolibaktieren ausgelöst worden sei, hieß es in dem Bericht. Schließlich habe sie mit ihrem Mann im selben Zimmer gewohnt und das Gleiche gegessen wie er.

John und Susan Cooper waren am 21. August in einem Hotel in Hurghada am Roten Meer gestorben. Sie hatten den Urlaub mit ihrer Tochter verbracht, die Darstellungen von ägyptischer Seite, wonach ihre Eltern an Herz- und Lungenversagen starben, nicht gelten lassen wollte. Sie vertrat die Ansicht, dass in dem Hotelzimmer "etwas Verdächtiges" vorgefallen sei.

Vergangene Woche hatten unabhängige Experten mitgeteilt, sie hätten in dem Hotel eine hohe Belastung mit Kolibakterien entdeckt. Die Touristikfirma Thomas Cook hatte nach dem tödlichen Vorfall angesichts vieler Erkrankungen in dem Hotel entschieden, als "Vorsichtsmaßnahme" all ihre Gäste auszuquartieren und anderweitig unterzubringen. Mehrere Gäste des Hotels hatten über Unwohlsein, Krankheiten, schlechtes Essen und mangelnde Hygiene geklagt. (AFP)