Kurioser Überfall in Hessen

Bankräuber nennt brav seinen vollen Namen

Bad Zwesten. Nicht übermäßig professionell hat sich ein Bankräuber im hessischen Bad Zwesten angestellt. Er nannte den Bankangestellten auf Aufforderung seinen vollen Namen.

Ein versuchter Banküberfall in Bad Zwesten (Hessen) ist am Montagnachmittag schnell gescheitert - an cleveren Bankangestellten und einem Räuber, über den man dasselbe nicht behaupten kann. Wie die Polizei Homberg berichtete, hatte gegen 16.30 Uhr ein Mann die Bankfiliale betreten und verkündet: "Das ist ein Überfall!"

Furchteinflößend kann er dabei nicht gewirkt haben, denn der Mitarbeiter "schenkte dem Bankräuber und seinem Anliegen zunächst nur eingeschränkte Beachtung und fragte nach dessen Namen", so die Polizei. Der konsternierte Täter nannte tatsächlich seinen echten Vor- und Zunamen, woraufhin der Angestellte ihm mitteilte, da er kein Kunde der Bank sei und kein Konto dort habe, könne er auch kein Geld ausgezahlt bekommen.

Der Mann bekräftigte nun erneut, dass er die Bank gerade überfalle, und griff mit seiner Hand in die Jackentasche, wohl um anzudeuten, dass sich darin eine Waffe befinde. Eine weitere, ebenfalls nicht auf Kopf und Mund gefallene Angestellte erläuterte ihm daraufhin, es handle sich bei der Bank um eine "bargeldlose Filiale", weshalb er kein Geld bekommen könne.

Das entmutigte den Räuber offenbar derart, dass er ohne Beute von dannen zog. Seine Identität konnte jedoch anhand des von ihm selbst genannten Namens und von Aufnahmen aus der Überwachungskamera schnell festgestellt werden, woraufhin ihn am Dienstag die Polizei festnahm. Der 68-jährige Wohnsitzlose sitzt nun in Untersuchungshaft - und plant wohl vorerst keine neuen Überfälle.