Junge Bonnerin vergewaltigt

Anklage gegen mutmaßlichen Vergewaltiger aus Fanzug

Polizisten stehen auf dem Bahnhof in Mönchengladbach. In dem Sonderzug befanden sich Fans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am 14. April.

Polizisten stehen auf dem Bahnhof in Mönchengladbach. In dem Sonderzug befanden sich Fans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am 14. April.

11.09.2018 Mönchengladbach. Vor fünf Monaten soll ein 30-Jähriger eine 19-jährige Bonnerin in einem Fanzug für Fußballfans aus Mönchengladbach vergewaltigt haben. Nun wurde gegen den Mann Anklage erhoben.

Rund fünf Monate nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Sonderzug für Fußballfans ist Anklage gegen den tatverdächtigen Mann erhoben worden. „Ich kann bestätigen, dass die Anklage zugestellt wurde“, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Mönchengladbach. Einen Termin für den möglichen Prozess gibt es allerdings noch nicht.

Der damals 30-Jährige soll Mitte April eine junge Frau in einem Zug voller Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach vergewaltigt haben. Die 19-jährige Frau war gegen 1 Uhr morgens in der Nacht auf Sonntag auf der Zugtoilette Opfer eines Sexualdelikts geworden.

Das Opfer hatte anschließend aus dem Zug heraus telefonisch seine Eltern alarmiert, die die Polizei riefen. Im hessischen Flörsheim holten Polizisten die 19-Jährige aus dem Zug, sie wurde befragt, in einer Wiesbadener Klinik untersucht und in die Obhut ihrer Eltern übergeben. Die Polizei hatte noch an den Bahnhöfen die aussteigenden Zuggäste kontrolliert, Personalien aufgenommen und Fotos gemacht. Nach tagelanger Suche nach dem Tatverdächtigen hatte der Mann sich schließlich gestellt. (dpa/ga)