Bericht listet auch ungewöhnliche Fälle

31 Gefangene starben in NRW hinter Gittern

Wer beruflich im Gefängnis tätig ist, sollte Einfühlungs-, aber auch Durchsetzungsvermögen mitbringen.

Symbolfoto.

15.03.2019 Düsseldorf. Mindestens 31 Gefangene sind im vergangenen Jahr in nordrhein-westfälischen Gefängnissen gestorben - die meisten eines natürlichen Todes. Es gab aber auch ungewöhnliche Todefälle.

In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr mindestens 31 Gefangene hinter Gittern gestorben. Das hat das NRW-Justizministerium in einem Bericht über besondere Vorkommnisse im Strafvollzug an den Landtag mitgeteilt. Die meisten starben eines natürlichen Todes, elf begingen Suizid.

Der Bericht listet allerdings auch ungewöhnliche Todesfälle auf: So starb in Bochum ein fünffacher Serienmörder bei einem „autoerotischen Unfall“: Der Mann hatte sich zwecks Stimulation Stromkabel an seinen Körper angelegt und ans Stromnetz angeschlossen.

In Hagen starb ein Gefangener an einer Legionelleninfektion und in Kleve und Fröndenberg kamen Gefangene durch Zellenbrände in Krankenhäusern ums Leben. In Werl starb ein Häftling nach einem Angriff auf einen Bediensteten, nachdem er überwältigt und in eine Einzelzelle gebracht worden war. Wie sich herausstellte, war er herzkrank. In Essen wurde einem Gefangenen eine Medikamentenvergiftung zum Verhängnis. (dpa)