Nach Polizeieinsatz in Rheinland-Pfalz

25-Jähriger nach sieben Schüssen verblutet

Polizeibeamte am Tatort in Kirchheim.

Polizeibeamte am Tatort in Kirchheim.

22.10.2018 Kirchheim/Weinstraße. Nach einem tödlichen Polizeieinsatz am Freitag in Kirchheim an der Weinstraße sind die beiden Leichen obduziert worden. Der 25-Jährige starb nach sieben Schussverletzungen.

Nach einem tödlichen Polizeieinsatz am Freitag in Kirchheim an der Weinstraße sind die beiden Leichen obduziert worden. Am Leichnam des 25-Jährigen haben die Mainzer Rechtsmediziner sieben Schussverletzungen festgestellt, wie die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Montagnachmittag mitteilte. Demnach ist er an Blutverlust in Kombination mit einer kollabierten Lunge und eingeatmetem Blut gestorben.

Polizisten hatten am Freitag auf den Mann geschossen, der die Beamten nach Aussage der Ermittler zuvor mit einer Schere angegriffen hatte. Seine Mutter hatte die Polizei alarmiert und angegeben, ihr Sohn habe einen psychotischen Schub, stehe unter Drogeneinfluss und habe sie angegriffen. Auch sie ist tot.

Die Rechtsmediziner haben massive Kopfverletzungen und mehrere Wunden am gesamten Körper festgestellt, die sowohl durch ein spitzes Werkzeug als auch durch Faustschläge verursacht wurden, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Die Todesursache sei Blutverlust in Kombination mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma gewesen. Schussverletzungen haben der Körper nicht aufgewiesen. Ob die 56-Jährige von ihrem Sohn getötet wurde, werde noch ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Die zwei Polizisten - eine 31 Jahre alte Frau und ein 56 Jahre alter Mann - sind bei dem Einsatz am Freitag durch Stiche schwer verletzt worden. Die Polizistin musste notoperiert werden. Beide konnten nach Angaben der Staatsanwaltschaft das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen und werden betreut. Wenn Polizisten im Dienst einen Menschen töten, kommen sogenannte Kriseninterventionsteams aus Psychologen, Sozialarbeitern und Seelsorgern zur Hilfe. (dpa)