Höhle der Löwen

So fanden die "Löwen" das Bonner Hunde-Fitnessband

Diese Start-ups stellten sich ebenfalls vor

Mit einem neuen Stau-Band gegen Keime

Gefährliche Keime eindämmen wollen Karl Hartmann und Konstantin Altrichter. Dazu haben sie ein neues Stauband zum Blutabnehmen erfunden. Die konventionellen Staubänder seien schwer zu reinigen und deshalb ein Verbreitungsort von Keimen. 100.000 Euro wollten der Arzt und der Wirtschaftsingenieur für zehn Prozent der Anteile haben. Zur Demonstration wurde an Dagmar Wöhrl eine "Trockenübung" durchgeführt und das Blutabnehmen simuliert. Das neue Stauband sei praktischer in der Handhabung und einfach zu desinfizieren, erklärten die Gründer. Am Ende zeigte sich nur Carsten Maschmeyer interessiert, er bot 100.000 Euro für 25 Prozent der Anteile. Hartmann und Altrichter nahmen das Angebot an. Maschmeyer erklärte, er habe es nicht über das Herz bringen können, einem Projekt, das Leben retten kann, abzusagen.

Dagmar Wöhrl muss als Testperson herhalten. Konstantin Altrichter führt das neuartige, hygienischere Stauband vor.

Zu hohe Bewertung erregt Thelen

Frei kombinierbare Ober- und Unterteile, die mit Reißverschluss verbunden werden können, das war die Idee, mit der Kimberley Lang die Frauenmode revolutionieren will. Das Konzept stieß jedoch nicht auf Gegenliebe. Für 500.000 Euro wollte sich Lang von 10 Prozent der Anteile trennen. Eine Bewertung, die die "Löwen" nicht nachvollziehen konnten. Frank Thelen wurde sogar laut und fragte die Unternehmerin, ob sie ihn "verarschen" wolle. Er kündigte an, den nächsten Gründer, der den Unternehmenswert nur auf die Größe des Marktes stütze, aus der Sendung zu schmeißen. "Note Sechs, setzen!", beendete er seine wütende Einschätzung. Ralf Dümmel schloss sich seiner Einschätzung an, wie auch Dagmar Wöhrl und Judith Williams. Auch Carsten Maschmeyer schloss sich dem an und erklärte, manchmal möge es ja belohnt werden, frech zu agieren. Doch hier würde Frechheit verlieren: Ein Angebot von 50.000 Euro wäre für zehn Prozent der Anteile angemessener.  

Kimberley Lang scheiterte beim Versuch ihre Modemarke Trinity zu vermarkten.

Rentner gewinnt die Sympathien

Die Sympathien aller Löwen konnte Rudolf Wild gewinnen. Der 79-Jährige wollte für 80.000 Euro 30 Prozent seines Unternehmens abgeben. Das vertreibt seine Erfindung, die Multiharke. Weil ihm im Alter das Bücken und Knien schwerfällt, hat er eine Harke entwickelt, die Unkraut mit Wurzeln aus dem Boden ziehen, Saatmulden ziehen und Saatgut andrücken kann sowie Gestrüpp an Kanten entfernen soll. Die Endmontage bestreitet der Rentner alleine mit seiner Ehefrau. Bis auf Ralf Dümmel entschieden sich jedoch alle Löwen gegen einen Deal. Dümmel nahm das Angebot an und kündigte an, das Produkt in die Baumärkte Deutschlands bringen zu wollen.

Rudolf Wild gewann die Herzen der Investoren. Der Rentner entwarf ein neues Gartenwerkzeug.

Innovatives Möbelsystem

Ein innovatives Möbelsystem stellten Thomas Poddey, Philip McRae und Julian Bäßler vor. Für 400.000 Euro wollten sie 20 Prozent ihres drei Jahre alten Unternehmens verkaufen. Mit den Möbeln von "Pazls" soll das Auf- und Abbauen vereinfacht werden. Statt Nägeln und Schrauben wird eine mechanisch-magnetische Steckverbindung genutzt, die sich die drei Gründer patentieren ließen. Am Ende erhielt Frank Thelen den Zuschlag, der für die 400.000 Euro allerdings 25 Prozent der Anteile forderte. Die Unternehmer erhofften sich Unterstützung für ihren Webshop von Thelen.

Eine neue Art des Aufbaus von Möbeln präsentierte "pazls". Mit Magneten und einem Dorn, werden Elemente magnetisch und mechanisch verbunden.

Roher Keksteig weckt Kindheitserinnerungen

Diana Hildenbrand isst gerne Keksteig. Weil sie das wegen des enthaltenen rohen Eis während ihrer Schwangerschaft nicht durfte, probierte sie, einen Teig ohne Ei zuzubereiten. Nach mehr als hundert Versuchen war es geschafft. Zusammen mit Constantin Feistkorn hat sie Berlins erste Bar für ungebackenen Keksteig eröffnet. Für 210.000 Euro wollten die beiden Gründer 18 Prozent ihrer Anteile abgeben. Die Löwen sahen sich an ihre Kindheit erinnert, als sie die Kuchenreste aus der Schüssel schleckten. Am Ende schlugen Wöhrl und Dümmel zu, für 210.000 Euro übernehmen sie 38 Prozent der Anteile. Das Ziel von Investoren und Gründern: "Keksteig für alle".

Roher Keksteig begeisterte die Investoren. Die Berliner Diana Hildenbrand und Constantin Feistkorn haben im Prenzlauer Berg Europas erste Keksteig-bar eröffnet.